# KI und Arbeit in Aichach-Friedberg

In Aichach-Friedberg arbeiten 39.250 Menschen. Fast drei von zehn üben eine Tätigkeit aus, die KI nach heutiger Forschung deutlich verändern könnte — deutlich mehr als im typischen deutschen Kreis, obwohl der Kreis zugleich ein großes Handwerksfeld hat.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/aichach-friedberg*

## Die Lage

- **39.250** Beschäftigte in Aichach-Friedberg
- **11.545** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **15.043** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 15.043 |
| nicht oder gering betroffen | 4.188 |
| gering betroffen | 3.650 |
| gering oder deutlich betroffen | 2.792 |
| deutlich betroffen | 11.545 |
| Stufe ungewiss | 580 |
| keine Einstufung möglich | 462 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 8.024 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 6.023 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 5.842 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 5.591 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 4.349 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 4.039 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 3.381 Beschäftigte
- Führungskräfte: 814 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 196 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Aichach-Friedberg liegt beim Anteil deutlich betroffener Beschäftigung über dem typischen deutschen Kreis. Das ist erklärungsbedürftig, denn der Kreis hat gleichzeitig ein überdurchschnittlich großes Handwerksfeld, in dem die eingeordnete Beschäftigung geschlossen als nicht betroffen gilt.

Den Ausschlag geben zwei andere Felder, die beide stärker besetzt sind als im typischen Kreis. Bei den Bürokräften trägt der weit überwiegende Teil der eingeordneten Beschäftigung die Stufe „deutlich betroffen“, bei den Dienstleistungsberufen und Verkäufern gut die Hälfte. Zusammen wiegen sie schwerer als das Handwerk dagegenhalten kann.

Die Qualifikationsstruktur zeigt in dieselbe Richtung wie das Handwerksfeld, nicht wie die Bürotätigkeiten: Fachkrafttätigkeiten sind deutlich häufiger als im typischen Kreis, Experten deutlich seltener. Der Kreis ist also nicht durch gehobene Wissensarbeit auffällig, sondern durch das Gewicht von Büro- und Verkaufstätigkeiten.

Die Datenlage ist dabei vergleichsweise belastbar — der Anteil, der keine eindeutige Stufe trägt oder sich nicht fein auflösen lässt, bleibt unter dem typischen Kreis. Der Befund steht also auf festerem Grund als in manchen anderen Kreisen.

- Deutlich betroffene Beschäftigung liegt über dem typischen deutschen Kreis.
- Bürokräfte und Dienstleistungsberufe sind überdurchschnittlich stark besetzt und in der Einordnung deutlich betroffen.
- Fachkrafttätigkeiten sind deutlich häufiger, Experten deutlich seltener als im typischen Kreis.
- Der Unsicherheitsanteil liegt unter dem typischen Kreis.

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.020 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (580 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (462 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Bayern.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 09771000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 11.545 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 15.043 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 39.250 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 17.639 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

```
Veniora (2026): KI und Arbeit in Aichach-Friedberg. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/aichach-friedberg
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
