# KI und Arbeit in Biberach

In Biberach arbeiten 91.090 Menschen. Hier treffen ein ungewöhnlich spezialisiertes Berufsprofil und ein starkes Handwerk aufeinander — zwei Welten, die bei der Berührbarkeit durch KI kaum unterschiedlicher liegen könnten.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/biberach*

## Die Lage

- **91.090** Beschäftigte in Biberach
- **26.579** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **35.928** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 35.928 |
| nicht oder gering betroffen | 7.739 |
| gering betroffen | 9.620 |
| gering oder deutlich betroffen | 5.920 |
| deutlich betroffen | 26.579 |
| Stufe ungewiss | 1.125 |
| keine Einstufung möglich | 2.458 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 17.976 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 16.010 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 15.011 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 13.114 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 9.231 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 8.812 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 7.022 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.762 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 432 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Biberach ist ein Kreis der Spezialisten. Kaum irgendwo ist der Anteil der Spezialistentätigkeiten höher, und das schlägt sich in den Feldern nieder: Die akademischen Berufe sind deutlich überdurchschnittlich besetzt, und dort gilt ein für dieses Feld ungewöhnlich großer Teil der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar. Bei den Bürokräften liegt der Anteil ähnlich hoch.

Dagegen steht ein ebenso deutlicher Gegenpol. Das Handwerksfeld ist stark besetzt und trägt seine eingeordnete Beschäftigung vollständig auf der nicht berührbaren Seite; Maschinenbedienung und Hilfsarbeitskräfte liegen praktisch genauso. Die Dienstleistungsberufe sind hier so schwach vertreten wie in kaum einem anderen Kreis.

Zwischen beiden Polen steht das größte Feld, die Techniker, und bleibt weitgehend unentschieden: Ein erheblicher Teil fällt in offene Bandkategorien, ein weiterer lässt sich gar nicht einstufen.

Biberach ist damit kein einseitiger Kreis, sondern einer mit zwei ausgeprägten und gegenläufigen Schwerpunkten. Der Gesamtwert liegt dementsprechend über dem typischen Kreis, ohne an den Rand der Verteilung zu rücken.

- Spezialistentätigkeiten gehören bundesweit zu den häufigsten
- Akademische Berufe deutlich überdurchschnittlich, mit ungewöhnlich hohem Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten
- Handwerk stark besetzt und vollständig nicht berührbar; Dienstleistungsberufe so schwach wie kaum irgendwo
- Technikerfeld als größtes Feld bleibt weitgehend unentschieden

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.780 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.125 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (2.458 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (20 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Baden-Württemberg.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 08426000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 26.579 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 35.928 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 91.090 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 42.960 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Biberach. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/biberach
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
