# KI und Arbeit in Bonn

In Bonn arbeiten 196.060 Menschen. Zwei von fünf üben eine Tätigkeit aus, die KI nach heutiger Forschung deutlich verändern könnte — ein Anteil, der bundesweit zu den höchsten gehört, während unberührte Tätigkeiten so selten sind wie in keinem anderen Kreis.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/bonn*

## Die Lage

- **196.060** Beschäftigte in Bonn
- **79.160** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **40.832** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 40.832 |
| nicht oder gering betroffen | 17.542 |
| gering betroffen | 26.919 |
| gering oder deutlich betroffen | 16.831 |
| deutlich betroffen | 79.160 |
| Stufe ungewiss | 6.404 |
| keine Einstufung möglich | 1.211 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 49.724 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 48.105 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 34.766 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 18.239 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 12.090 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 8.859 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 8.852 Beschäftigte
- Führungskräfte: 7.600 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 665 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Bonn ist der ausgeprägteste Bürostandort in diesem Vergleich. Akademische Berufe, Techniker und Bürokräfte sind alle deutlich stärker besetzt als im typischen Kreis; bei den Bürokräften gilt fast die gesamte eingeordnete Beschäftigung als deutlich berührbar, bei den akademischen Berufen rund sieben von zehn.

Was anderswo dagegenhält, ist hier praktisch nicht vorhanden. Handwerk, Bediener von Anlagen und Maschinen sowie Hilfsarbeitskräfte gehören alle drei zu den am schwächsten besetzten Feldern bundesweit. Auch die Qualifikationsstruktur kennt kaum ein Gegengewicht: Helfer- und Fachkrafttätigkeiten sind so selten wie fast nirgends, Expertentätigkeiten gehören zu den häufigsten.

Innerhalb Nordrhein-Westfalens ist Bonn damit ein klarer Ausreißer, nicht ein regionaler Normalfall. Der einzige Bereich, der nicht mitzieht, ist das Technikerfeld, dessen eingeordnete Beschäftigung fast vollständig in geringen und offenen Kategorien liegt.

Der sehr hohe Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten und der bundesweit niedrigste Anteil unberührter sind so betrachtet nicht zwei Befunde, sondern einer.

- Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung gehört bundesweit zu den höchsten, Anteil unberührter zu den niedrigsten überhaupt
- Akademische Berufe, Techniker und Bürokräfte alle deutlich überdurchschnittlich besetzt
- Handwerk, Maschinenbedienung und Hilfsarbeitskräfte gehören bundesweit zu den schwächsten Feldern
- Innerhalb Nordrhein-Westfalens ein deutlicher Ausreißer

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (6.800 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (6.404 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.211 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (520 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Nordrhein-Westfalen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 05314000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 79.160 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 40.832 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 196.060 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 95.600 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

```
Veniora (2026): KI und Arbeit in Bonn. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/bonn
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
