# KI und Arbeit in Brandenburg an der Havel

In Brandenburg an der Havel arbeiten 30.350 Menschen. Kein Kreis lässt anteilig mehr Beschäftigung zwischen zwei Stufen offen — der niedrige Betroffenheitswert ist hier vor allem eine Folge fehlender Eindeutigkeit.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/brandenburg-an-der-havel*

## Die Lage

- **30.350** Beschäftigte in Brandenburg an der Havel
- **6.180** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **10.362** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 10.362 |
| nicht oder gering betroffen | 3.662 |
| gering betroffen | 4.296 |
| gering oder deutlich betroffen | 3.380 |
| deutlich betroffen | 6.180 |
| Stufe ungewiss | 613 |
| keine Einstufung möglich | 476 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 7.829 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 4.624 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 4.300 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 3.349 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 2.951 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 2.646 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 2.533 Beschäftigte
- Führungskräfte: 629 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 108 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

In Brandenburg an der Havel dominiert ein einziges Feld das Bild: Das Technikerfeld gehört bundesweit zu den am stärksten besetzten und liegt auch deutlich über dem Landesmedian. Seine Kategorienlage ist jedoch fast durchweg unentschieden — der weit überwiegende Teil der eingeordneten Beschäftigung liegt im geringen Bereich oder in der Bandkategorie zwischen gering und deutlich, als eindeutig deutlich berührbar gilt praktisch nichts.

Daraus folgt das auffälligste Merkmal des Kreises: Der Anteil der Beschäftigung in Kategorien, die zwei Stufen offenlassen, gehört bundesweit zu den höchsten. Zugleich bleibt der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung deutlich unter dem typischen Kreis. Beides hängt zusammen.

Auch die zweit- und drittgrößten Felder helfen nicht zur Schärfe: Bei den Dienstleistungsberufen halten sich deutlich berührbare Tätigkeiten und eine offene Kategorie die Waage, bei den akademischen Berufen überwiegt die offene Kategorie sogar.

Eindeutig ist allein das Feld der Bürokräfte — allerdings ist es hier ungewöhnlich klein. Der niedrige Gesamtwert des Kreises ist damit weniger ein Befund über Tätigkeiten als einer über Zuordenbarkeit.

- Technikerfeld gehört bundesweit zu den am stärksten besetzten, Kategorienlage fast durchweg unentschieden
- Anteil zwischen zwei Stufen offen gehört bundesweit zu den höchsten
- Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung deutlich unter dem typischen Kreis
- Bürokräfte als einziges eindeutiges Feld, jedoch ungewöhnlich klein

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.200 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (613 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (476 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (260 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Brandenburg.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 12051000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 6.180 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 10.362 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 30.350 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 13.469 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Brandenburg an der Havel. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/brandenburg-an-der-havel
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
