# KI und Arbeit in Braunschweig

In Braunschweig arbeiten 135.970 Menschen. Der Kreis hebt sich von seinem eigenen Bundesland deutlich ab: Expertentätigkeiten sind hier ungleich häufiger als im niedersächsischen Umfeld, Fachkrafttätigkeiten deutlich seltener.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/braunschweig*

## Die Lage

- **135.970** Beschäftigte in Braunschweig
- **42.257** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **43.880** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 43.880 |
| nicht oder gering betroffen | 13.927 |
| gering betroffen | 16.800 |
| gering oder deutlich betroffen | 10.047 |
| deutlich betroffen | 42.257 |
| Stufe ungewiss | 2.845 |
| keine Einstufung möglich | 2.035 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 29.010 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 28.280 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 19.083 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 14.774 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 14.403 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 11.648 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 10.396 Beschäftigte
- Führungskräfte: 3.559 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 637 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Braunschweig ist im niedersächsischen Vergleich ein Sonderfall. Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung liegt klar über dem typischen Kreis und noch klarer über dem Landesmedian; beim Anteil nicht berührbarer Beschäftigung ist der Abstand zum eigenen Bundesland sogar noch größer.

Getragen wird das von der Qualifikationsstruktur: Expertentätigkeiten gehören zu den häufigsten bundesweit, klassische Fachkrafttätigkeiten sind deutlich seltener als im typischen Kreis. Entsprechend sind die akademischen Berufe das zweitgrößte Feld und deutlich überdurchschnittlich besetzt.

Bemerkenswert ist, dass sich diese Größe nicht in einer entsprechend hohen Konzentration niederschlägt. In den akademischen Berufen entfällt der größte Teil der eingeordneten Beschäftigung auf die offene Kategorie zwischen „nicht“ und „gering“, nur ein knappes Drittel gilt als deutlich berührbar. Die klare Konzentration liegt stattdessen bei den Bürokräften.

Einschränkend gilt, dass gut die Hälfte der Kreiszahlen regional abgeleitet entsteht statt direkt aus der Kreisstatistik. Braunschweigs Abweichung vom Land ist damit deutlich, ihr innerer Mechanismus aber weniger scharf, als der Gesamtwert vermuten lässt.

- Deutlicher Abstand zum niedersächsischen Landesmedian in beiden Richtungen
- Expertentätigkeiten gehören zu den häufigsten bundesweit, Fachkrafttätigkeiten deutlich seltener
- Akademische Berufe stark besetzt, aber überwiegend in der offenen Kategorie eingeordnet
- Gut die Hälfte der Kreiszahlen regional abgeleitet

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (3.330 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (2.845 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (2.035 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (940 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Niedersachsen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 03101000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 42.257 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 43.880 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 135.970 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 70.350 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Braunschweig. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/braunschweig
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
