# KI und Arbeit in Chemnitz

In Chemnitz arbeiten 115.820 Menschen. Der Anteil an Tätigkeiten, die KI deutlich verändern könnte, entspricht fast genau dem typischen deutschen Kreis — innerhalb Sachsens ist die Stadt damit ein Ausreißer nach oben.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/chemnitz*

## Die Lage

- **115.820** Beschäftigte in Chemnitz
- **29.943** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **36.335** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 36.335 |
| nicht oder gering betroffen | 12.693 |
| gering betroffen | 16.470 |
| gering oder deutlich betroffen | 8.591 |
| deutlich betroffen | 29.943 |
| Stufe ungewiss | 3.110 |
| keine Einstufung möglich | 1.858 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 25.889 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 20.359 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 16.086 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 13.866 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 10.195 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 10.142 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 8.749 Beschäftigte
- Führungskräfte: 3.388 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 325 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Chemnitz ist ein Kreis, dessen Einordnung davon abhängt, womit man ihn vergleicht. Im Bundesbild liegt der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung praktisch auf dem typischen Wert — Mittelfeld. Innerhalb Sachsens dagegen ragt die Stadt deutlich heraus.

Die Qualifikationsstruktur erklärt, warum die beiden Bezugsrahmen so weit auseinanderfallen. Experten und Spezialisten sind beide stark überrepräsentiert, während Fachkräfte und Helfer seltener sind als im typischen Kreis. Dazu passt, dass die Akademischen Berufe deutlich über dem typischen Kreis besetzt sind, das Handwerk deutlich darunter.

Innerhalb der Felder zeigt sich die vertraute Spannung: Bei den Bürokräften entfallen fast neun Zehntel der eingeordneten Beschäftigung auf deutlich berührbare Tätigkeiten, im Handwerk die gesamte auf nicht berührbare. Beide Felder sind hier allerdings kleiner besetzt als im typischen Kreis — ihr Gegeneinander fällt entsprechend weniger ins Gewicht.

Bei der Deutung ist Zurückhaltung angebracht. Der Anteil ohne eindeutige Stufe liegt über dem typischen Kreis, überwiegend weil sich Beschäftigung nicht fein auflösen lässt. Im Landesvergleich ist das allerdings normal.

- Bundesweit nahe am typischen Kreis, innerhalb Sachsens deutlich darüber
- Experten und Spezialisten stark überrepräsentiert, Fachkräfte und Helfer selten
- Bürokräfte und Handwerk stehen gegensätzlich, sind aber beide kleiner besetzt als im typischen Kreis
- Unsicherheit über dem typischen Kreis, im Landesvergleich jedoch üblich

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (6.470 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (3.110 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.858 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (470 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Sachsen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 14511000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 29.943 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 36.335 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 115.820 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 52.889 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Chemnitz. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/chemnitz
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
