# KI und Arbeit in Coburg, Stadt

In Coburg, Stadt arbeiten 33.450 Menschen. Mehr als zwei von fünf üben eine Tätigkeit aus, die KI nach heutiger Forschung deutlich verändern könnte — einer der höchsten Werte in ganz Deutschland. Der Grund liegt in einem einzigen, außergewöhnlich großen Berufsfeld.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/coburg-stadt*

## Die Lage

- **33.450** Beschäftigte in Coburg, Stadt
- **14.207** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **9.243** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 9.243 |
| nicht oder gering betroffen | 2.536 |
| gering betroffen | 3.521 |
| gering oder deutlich betroffen | 2.434 |
| deutlich betroffen | 14.207 |
| Stufe ungewiss | 404 |
| keine Einstufung möglich | 706 |

## Berufsfelder

- Bürokräfte und verwandte Berufe: 9.719 Beschäftigte
- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 7.796 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 3.858 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 3.727 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 2.865 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 2.349 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 1.969 Beschäftigte
- Führungskräfte: 645 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 121 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Coburg, Stadt ist einer der ausgeprägtesten Fälle im gesamten Datensatz, und die Erklärung liegt offen zutage. Die Bürokräfte und verwandten Berufe stellen hier das mit Abstand größte Feld — kein Kreis in Deutschland hat einen höheren Anteil. In diesem Feld entfallen gut vier Fünftel der eingeordneten Beschäftigung auf deutlich berührbare Tätigkeiten; der Rest bleibt zwischen gering und deutlich offen. Eine geringere Stufe kommt dort gar nicht vor.

Was anderswo dagegenhält, fehlt hier weitgehend. Dienstleistungsberufe, Hilfsarbeitskräfte und Anlagenbediener — die Felder, die in vielen Kreisen das ruhige Ende verankern — sind sämtlich schwach besetzt. Das zweitgrößte Feld, die Techniker, trägt zwar ein völlig gegensätzliches Profil, kann diesen Übergewicht aber nicht ausgleichen.

Interessant ist, dass die Qualifikationsstruktur die Zuspitzung nur teilweise mitträgt: Der Fachkräfteanteil gehört zu den höchsten bundesweit, der Expertenanteil entspricht dagegen praktisch dem typischen Kreis.

Die Zuspitzung liegt also nicht in der Qualifikation, sondern in der Berufsverteilung — und die Datenlage ist dabei belastbarer als im typischen Kreis.

- Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung gehört bundesweit zu den höchsten
- Bürokräftefeld ist das bundesweit am stärksten besetzte, mit gut vier Fünfteln deutlich berührbarer eingeordneter Beschäftigung
- Die Felder, die anderswo Gegengewicht bilden, sind hier schwach besetzt
- Fachkräfteanteil bundesweit unter den höchsten, Expertenanteil dagegen typisch — die Zuspitzung liegt in der Feldstruktur

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (430 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (404 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (706 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (10 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Bayern.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 09463000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 14.207 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 9.243 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 33.450 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 19.029 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

```
Veniora (2026): KI und Arbeit in Coburg, Stadt. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/coburg-stadt
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
