# KI und Arbeit in Erfurt

In Erfurt arbeiten 114.710 Menschen. Der auffälligste Befund ist die Datenlage selbst: Für fast jede fünfte Beschäftigung lässt sich keine eindeutige Stufe bestimmen — bundesweit einer der höchsten Werte.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/erfurt*

## Die Lage

- **114.710** Beschäftigte in Erfurt
- **31.754** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **28.692** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 28.692 |
| nicht oder gering betroffen | 11.028 |
| gering betroffen | 10.861 |
| gering oder deutlich betroffen | 10.411 |
| deutlich betroffen | 31.754 |
| Stufe ungewiss | 6.050 |
| keine Einstufung möglich | 1.304 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 24.517 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 17.900 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 16.858 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 14.278 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 8.654 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 7.453 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 6.213 Beschäftigte
- Führungskräfte: 3.722 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 506 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Erfurt ist der Kreis, bei dem die Einordnung am wenigsten weit trägt. Für fast ein Fünftel der Beschäftigung lässt sich keine eindeutige Stufe bestimmen oder die Beschäftigung nicht fein auflösen — bundesweit gehört das zu den höchsten Werten. Am stärksten betrifft das das größte Feld: Bei den Technikern und gleichrangigen Berufen bleibt bei rund einem Viertel der eingeordneten Beschäftigung offen, welche Stufe zutrifft. Jede Aussage über diesen Kreis steht damit auf schmalerem Grund als anderswo — wobei Thüringen insgesamt hohe Werte aufweist und Erfurt den Landeswert nur wenig überschreitet.

Innerhalb Thüringens sticht der Kreis dennoch heraus. Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung liegt klar über dem Landesmedian, und der Anteil kaum berührbarer Tätigkeiten gehört bundesweit zu den niedrigsten.

Die Feldstruktur erklärt die Richtung. Bürokräfte und akademische Berufe sind beide überdurchschnittlich besetzt, und in beiden Feldern gilt ein erheblicher Teil der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar. Handwerk, Hilfsarbeit und Maschinenbedienung — die Felder, die anderswo dagegenhalten — sind hier ausgesprochen schwach vertreten. Die Richtung ist also klar, die Genauigkeit begrenzt.

- Fast ein Fünftel der Beschäftigung ohne eindeutige Stufe — bundesweit unter den höchsten Werten
- Besonders im größten Feld, den Technikern, bleibt viel offen
- Anteil kaum berührbarer Tätigkeiten gehört bundesweit zu den niedrigsten
- Bürokräfte und akademische Berufe stark, Handwerk und Hilfsarbeit ausgesprochen schwach

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (14.490 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (6.050 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.304 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (200 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Thüringen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 16051000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 31.754 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 28.692 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 114.710 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 42.641 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Erfurt. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/erfurt
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
