# KI und Arbeit in Erzgebirgskreis

Im Erzgebirgskreis arbeiten 107.460 Menschen. Tätigkeiten, die KI nach heutiger Forschung deutlich verändern könnte, sind hier so selten wie in kaum einem anderen deutschen Kreis; kaum berührbare Tätigkeiten überwiegen dagegen klar.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/erzgebirgskreis*

## Die Lage

- **107.460** Beschäftigte in Erzgebirgskreis
- **20.058** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **43.028** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 43.028 |
| nicht oder gering betroffen | 13.136 |
| gering betroffen | 13.891 |
| gering oder deutlich betroffen | 5.710 |
| deutlich betroffen | 20.058 |
| Stufe ungewiss | 2.056 |
| keine Einstufung möglich | 2.530 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 20.941 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 18.389 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 16.938 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 11.373 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 10.217 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 9.981 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 9.273 Beschäftigte
- Führungskräfte: 2.362 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 937 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der Erzgebirgskreis steht am unteren Rand der bundesweiten Verteilung: Deutlich berührbare Tätigkeiten sind hier so selten wie in kaum einem anderen Kreis. Innerhalb Sachsens ist der Abstand allerdings gering.

Zwei Größenverhältnisse tragen das. Die Handwerks- und verwandten Berufe sind deutlich stärker besetzt als im typischen Kreis, und ihre eingeordnete Beschäftigung entfällt fast vollständig auf nicht berührbare Tätigkeiten. Umgekehrt bilden die Bürokräfte — in vielen Kreisen der Hauptträger berührbarer Tätigkeiten — hier eines der bundesweit kleinsten Felder. Wo sie vorkommen, gilt allerdings auch hier der überwiegende Teil der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar. Die Struktur ist zudem stark auf die Fachkraftebene konzentriert, deutlich mehr als im typischen Kreis.

Einzuschränken ist die Datenlage: Ein gutes Zehntel der Beschäftigung trägt keine eindeutige Stufe oder lässt sich nicht fein auflösen — im Bundesvergleich viel, im sächsischen Vergleich normal. Der niedrige Betroffenheitswert weist damit eine klare Richtung, sollte aber nicht als exakte Größe gelesen werden.

- Deutlich berührbare Beschäftigung gehört bundesweit zu den niedrigsten
- Handwerk deutlich überdurchschnittlich und fast vollständig nicht berührbar
- Bürokräftefeld gehört bundesweit zu den kleinsten
- Fachkraftanteil deutlich über dem typischen Kreis; Unsicherheit in der Einordnung erhöht

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (6.540 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (2.056 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (2.530 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (590 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Sachsen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 14521000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 20.058 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 43.028 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 107.460 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 45.121 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Erzgebirgskreis. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/erzgebirgskreis
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
