# KI und Arbeit in Flensburg

In Flensburg arbeiten 45.280 Menschen. Ungewöhnlich viel Beschäftigung lässt sich nicht auf eine einzelne Stufe festlegen, sondern bleibt zwischen zwei Stufen offen — bundesweit einer der höchsten Werte.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/flensburg*

## Die Lage

- **45.280** Beschäftigte in Flensburg
- **13.071** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **14.006** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 14.006 |
| nicht oder gering betroffen | 5.011 |
| gering betroffen | 5.201 |
| gering oder deutlich betroffen | 4.858 |
| deutlich betroffen | 13.071 |
| Stufe ungewiss | 1.010 |
| keine Einstufung möglich | 504 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 10.815 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 7.594 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 7.072 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 5.754 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 4.240 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 4.131 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 2.880 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.086 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 87 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Flensburg fällt vor allem durch die Unschärfe seiner Einordnung auf — allerdings nicht in Form fehlender Daten, sondern in Form von Zwischenkategorien. Der Anteil der Beschäftigung, die zwischen zwei Stufen offenbleibt, gehört bundesweit zu den höchsten, während der Anteil ohne eindeutige Stufe unauffällig ist. Getragen wird das vom größten Feld: Bei den Technikern und gleichrangigen Berufen bleibt der größte Block der eingeordneten Beschäftigung zwischen gering und deutlich berührbar offen.

Dieses größte Feld steht zugleich im Kontrast zum zweitgrößten. Bei den akademischen Berufen gilt über die Hälfte der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar, bei den Technikern ist diese Stufe die seltene Ausnahme. Beide Felder sind überdurchschnittlich besetzt, ebenso die Dienstleistungsberufe. Handwerk und Maschinenbedienung, die anderswo dagegenhalten, sind hier dagegen schwächer vertreten als im typischen Kreis.

Im Gesamtbild liegt der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung über dem typischen Kreis, der Anteil kaum berührbarer deutlich darunter. Die Qualifikationsstruktur ist nach oben verschoben. Flensburg ist damit ein Kreis mit klarer Richtung, aber unscharfen Kanten.

- Anteil der Beschäftigung zwischen zwei Stufen gehört bundesweit zu den höchsten
- Größtes Feld — Techniker — trägt diese Unschärfe, akademische Berufe liegen gegensätzlich
- Handwerk und Maschinenbedienung als Gegengewichte schwach vertreten
- Qualifikationsstruktur nach oben verschoben, kaum berührbare Beschäftigung deutlich unter dem typischen Kreis

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.620 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.010 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (504 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (100 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Schleswig-Holstein.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 01001000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 13.071 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 14.006 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 45.280 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 20.589 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Flensburg. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/flensburg
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
