# KI und Arbeit in Freyung-Grafenau

In Freyung-Grafenau arbeiten 26.980 Menschen. Fast zwei Drittel üben Fachkrafttätigkeiten aus — so viele wie in kaum einem anderen Kreis; Expertentätigkeiten sind dafür ausgesprochen selten.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/freyung-grafenau*

## Die Lage

- **26.980** Beschäftigte in Freyung-Grafenau
- **6.423** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **11.308** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 11.308 |
| nicht oder gering betroffen | 2.610 |
| gering betroffen | 3.165 |
| gering oder deutlich betroffen | 1.833 |
| deutlich betroffen | 6.423 |
| Stufe ungewiss | 497 |
| keine Einstufung möglich | 475 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 5.425 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 5.078 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 3.641 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 3.605 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 2.989 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 2.464 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 2.459 Beschäftigte
- Führungskräfte: 455 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 194 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Freyung-Grafenau ist ein Kreis der Mitte — nicht statistisch, sondern in der Qualifikationsstruktur. Fachkrafttätigkeiten machen einen Anteil aus, der bundesweit zu den höchsten gehört, während an den Rändern der Skala Masse fehlt: Expertentätigkeiten gehören zu den seltensten im ganzen Kreisvergleich.

Das Handwerk ist hier das zweitgrößte Feld und im Bundesvergleich ungewöhnlich stark besetzt; seine gesamte eingeordnete Beschäftigung gilt als nicht von KI berührt. Die Bürokräfte, im Feldanteil unauffällig, bilden den erwartbaren Gegenpol mit gut drei Vierteln deutlich berührbarer eingeordneter Beschäftigung. Und die akademischen Berufe, die anderswo den Ausschlag geben, sind hier eines der schwächsten Felder überhaupt.

Insgesamt liegt der Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten unter dem typischen deutschen Kreis, der Anteil nicht berührbarer deutlich darüber. Bemerkenswert ist dabei, wie belastbar das Bild ist: Nur ein kleiner Rest der Beschäftigung bleibt ohne eindeutige Stufe oder ist nicht fein auflösbar. Was hier gemessen wird, trägt vergleichsweise weit.

- Fachkrafttätigkeiten gehören bundesweit zu den häufigsten, Expertentätigkeiten zu den seltensten
- Handwerk als zweitgrößtes Feld ungewöhnlich stark besetzt, dort ausschließlich nicht berührbare eingeordnete Beschäftigung
- Sehr niedriger Unsicherheitsanteil: die Einordnung trägt weit

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (440 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (497 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (475 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (350 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Bayern.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 09272000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 6.423 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 11.308 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 26.980 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 12.350 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Freyung-Grafenau. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/freyung-grafenau
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
