# KI und Arbeit in Friesland

In Friesland arbeiten 30.890 Menschen. Dienstleistungs- und Verkaufsberufe sind hier ungewöhnlich stark vertreten — und in diesem Feld teilt sich die Beschäftigung fast gleichmäßig zwischen deutlich berührbaren Tätigkeiten und solchen, die kaum berührt werden.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/friesland*

## Die Lage

- **30.890** Beschäftigte in Friesland
- **8.473** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **11.317** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 11.317 |
| nicht oder gering betroffen | 4.021 |
| gering betroffen | 3.902 |
| gering oder deutlich betroffen | 2.118 |
| deutlich betroffen | 8.473 |
| Stufe ungewiss | 497 |
| keine Einstufung möglich | 353 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 6.628 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 5.611 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 4.574 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 3.960 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 3.224 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 3.048 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 2.684 Beschäftigte
- Führungskräfte: 580 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 370 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Friesland wird von seinem Dienstleistungs- und Verkaufsfeld geprägt. Es ist im Bundesvergleich ungewöhnlich stark besetzt und in sich gespalten. Ein gutes Drittel seiner eingeordneten Beschäftigung gilt als deutlich berührbar, ein knapp ebenso großer Teil bleibt zwischen nicht und gering offen. Das Feld zieht also in keine Richtung entschieden.

Daneben stehen zwei Felder mit sehr klarer Lage: Im Handwerk gilt die gesamte eingeordnete Beschäftigung als nicht berührbar, bei den Bürokräften gut drei Viertel als deutlich berührbar. Die Qualifikationsstruktur ist stark auf Fachkrafttätigkeiten konzentriert, die bundesweit zu den häufigsten gehören, während Spezialisten- und Expertentätigkeiten selten bleiben.

Der eigentlich bemerkenswerte Befund ist aber die Datenlage. Der Anteil der Beschäftigung, der keine eindeutige Stufe trägt oder sich nicht fein auflösen lässt, gehört zu den niedrigsten im ganzen Bundesvergleich. Was über Friesland gesagt wird, steht damit auf ungewöhnlich festem Grund — anders als in vielen Kreisen ähnlicher Größe.

- Dienstleistungs- und Verkaufsberufe ungewöhnlich stark besetzt und in sich gespalten
- Fachkrafttätigkeiten gehören bundesweit zu den häufigsten
- Unsicherheitsanteil gehört zu den niedrigsten im Bundesvergleich

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (340 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (497 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (353 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Niedersachsen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 03455000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 8.473 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 11.317 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 30.890 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 14.779 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Friesland. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/friesland
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
