# KI und Arbeit in Gießen

In Gießen arbeiten 106.670 Menschen. Die Gesamtwerte bleiben unauffällig — doch akademische Berufe sind hier deutlich stärker vertreten als üblich, und knapp die Hälfte der dort eingeordneten Tätigkeiten gilt als deutlich von KI berührbar.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/giessen*

## Die Lage

- **106.670** Beschäftigte in Gießen
- **29.383** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **33.981** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 33.981 |
| nicht oder gering betroffen | 11.123 |
| gering betroffen | 14.682 |
| gering oder deutlich betroffen | 10.336 |
| deutlich betroffen | 29.383 |
| Stufe ungewiss | 2.428 |
| keine Einstufung möglich | 1.316 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 25.367 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 17.798 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 15.917 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 13.635 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 10.297 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 9.297 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 8.331 Beschäftigte
- Führungskräfte: 2.087 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 522 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Gießen ist ein Kreis, dessen Gesamtwerte unauffällig bleiben, während sich die Struktur darunter deutlich vom typischen Kreis unterscheidet. Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung liegt nur wenig über dem üblichen Wert, der Unsicherheitsanteil trifft ihn beinahe genau.

Das Unterscheidende sind die akademischen Berufe. Sie bilden das zweitgrößte Feld und sind spürbar stärker besetzt als im typischen Kreis; knapp die Hälfte ihrer eingeordneten Beschäftigung gilt als deutlich berührbar. Entsprechend häufig sind Expertentätigkeiten, während die übrigen Qualifikationsebenen nahe am üblichen Wert bleiben.

Das größte Feld, die Techniker und gleichrangigen Berufe, trägt davon fast nichts. Dort verteilt sich die eingeordnete Beschäftigung auf gering berührbare Tätigkeiten und auf eine Kategorie, die zwischen gering und deutlich offenbleibt; die deutliche Stufe bleibt praktisch leer. Bei den Bürokräften gilt dagegen die Mehrheit der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar. So entsteht ein Kreis, der in der Summe mittelmäßig wirkt, tatsächlich aber aus zwei sehr verschiedenen Schwerpunkten besteht.

- Akademische Berufe deutlich stärker besetzt als üblich, knapp die Hälfte der eingeordneten Beschäftigung deutlich berührbar
- Expertentätigkeiten häufiger als im typischen Kreis, übrige Qualifikationsebenen unauffällig
- Techniker als größtes Feld ohne nennenswerte deutliche Betroffenheit

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (3.350 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (2.428 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.316 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (100 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Hessen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 06531000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 29.383 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 33.981 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 106.670 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 51.631 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Gießen. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/giessen
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
