# KI und Arbeit in Hanau

In Hanau arbeiten 47.720 Menschen. Mehr als jeder Vierte übt eine Tätigkeit aus, die KI nach heutiger Forschung deutlich verändern könnte — getragen von einem ungewöhnlich großen Bürokräftefeld.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/hanau*

## Die Lage

- **47.720** Beschäftigte in Hanau
- **13.371** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **16.693** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 16.693 |
| nicht oder gering betroffen | 4.267 |
| gering betroffen | 5.785 |
| gering oder deutlich betroffen | 3.264 |
| deutlich betroffen | 13.371 |
| Stufe ungewiss | 934 |
| keine Einstufung möglich | 905 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 10.091 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 7.281 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 6.571 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 6.062 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 4.984 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 4.542 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 4.277 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.282 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 131 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Hanau lässt sich an einem einzigen Gegensatz festmachen. Zwischen dem größten und dem zweitgrößten Berufsfeld liegen Welten: Bei den Technikern und gleichrangigen Berufen gilt fast keine der eingeordneten Tätigkeiten als deutlich berührbar, bei den Bürokräften die große Mehrheit.

Das Bürokräftefeld ist dabei nicht nur eindeutig eingeordnet, sondern auch überdurchschnittlich groß. Genau das schlägt auf die Gesamtlage durch: Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung liegt über dem typischen Kreis und trifft dabei genau den hessischen Vergleichswert.

Hinzu kommt eine nach oben verschobene Qualifikationsstruktur — Expertentätigkeiten sind hier deutlich häufiger als im typischen Kreis, Fachkrafttätigkeiten seltener; auch Führungskräfte sind überdurchschnittlich vertreten. Die kaum berührbaren Gegengewichte fehlen dagegen teilweise: Das Handwerksfeld liegt unter dem typischen Kreis.

Einschränkend gehört zum Bild, dass ein knappes Zehntel der Beschäftigung keine eindeutige Stufe trägt oder sich nicht fein auflösen lässt — mehr als im typischen Kreis und deutlich mehr als im hessischen Vergleich. Der Befund ist klar, aber nicht ganz so scharf, wie die Feldwerte nahelegen.

- Extremer Kontrast zwischen Technikerfeld und Bürokräftefeld
- Bürokräfte überdurchschnittlich stark besetzt und sehr eindeutig eingeordnet
- Expertenanteil und Führungskräfte über dem typischen Kreis, Handwerk darunter
- Erhöhter Unsicherheitsanteil relativiert die Schärfe des Befunds

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (2.440 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (934 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (905 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (40 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Hessen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 06415000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 13.371 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 16.693 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 47.720 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 22.331 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Hanau. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/hanau
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
