# KI und Arbeit in Harz

Im Harz arbeiten 69.190 Menschen. Tätigkeiten, die KI nach heutiger Forschung deutlich verändern könnte, sind hier so selten wie in kaum einem anderen deutschen Kreis — noch seltener als im ohnehin niedrig liegenden Sachsen-Anhalt.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/harz*

## Die Lage

- **69.190** Beschäftigte in Harz
- **12.910** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **26.506** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 26.506 |
| nicht oder gering betroffen | 8.983 |
| gering betroffen | 8.665 |
| gering oder deutlich betroffen | 4.702 |
| deutlich betroffen | 12.910 |
| Stufe ungewiss | 1.501 |
| keine Einstufung möglich | 1.402 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 13.897 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 11.866 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 9.433 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 7.148 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 7.066 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 6.919 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 6.087 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.577 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 675 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der Harz liegt beim Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung ganz am unteren Rand der bundesweiten Verteilung. Bemerkenswert ist, dass der Kreis auch innerhalb Sachsen-Anhalts noch darunter bleibt — er ist also nicht einfach ein typischer Fall seiner Region.

Zur Feldstruktur passt das genau. Die Bürokräfte, in fast allen Kreisen das Feld mit dem höchsten Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten, sind hier so schwach besetzt wie in keinem anderen Kreis Deutschlands. Was das Feld an Eindeutigkeit mitbringt, fällt hier also kaum ins Gewicht. Stark vertreten sind stattdessen die Dienstleistungsberufe und Verkäufer sowie das Handwerk, in dem die eingeordnete Beschäftigung vollständig als nicht berührbar gilt.

Die Qualifikationsstruktur zeigt einen ungewöhnlich breiten Mittelbau: Fachkrafttätigkeiten liegen deutlich über dem typischen Kreis, Spezialisten und Experten darunter.

Einzuschränken ist die Belastbarkeit: Fast jede zehnte Beschäftigung trägt keine eindeutige Stufe oder lässt sich nicht fein auflösen — mehr als im typischen Kreis, wenn auch im landesüblichen Bereich. Der niedrige Wert ist also ein klares, aber kein scharf gezogenes Bild.

- Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung gehört bundesweit zu den niedrigsten, auch unter dem Landeswert
- Bürokräftefeld ist das schwächste aller deutschen Kreise
- Breiter Fachkraft-Mittelbau, wenige Spezialisten und Experten
- Erhöhter Unsicherheitsanteil begrenzt die Schärfe des Befunds

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (3.600 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.501 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.402 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (940 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Sachsen-Anhalt.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 15085000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 12.910 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 26.506 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 69.190 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 28.928 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Harz. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/harz
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
