# KI und Arbeit in Heilbronn

Im Landkreis Heilbronn arbeiten 152.720 Menschen. Ungewöhnlich ist die Kombination: Sowohl das Bürokräftefeld als auch das Handwerksfeld sind hier deutlich stärker besetzt als üblich — zwei Felder, die in den Daten in entgegengesetzte Richtungen zeigen.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/heilbronn*

## Die Lage

- **152.720** Beschäftigte in Heilbronn
- **48.077** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **56.151** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 56.151 |
| nicht oder gering betroffen | 12.975 |
| gering betroffen | 16.022 |
| gering oder deutlich betroffen | 10.441 |
| deutlich betroffen | 48.077 |
| Stufe ungewiss | 3.288 |
| keine Einstufung möglich | 2.836 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 31.138 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 26.135 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 24.895 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 21.493 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 13.971 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 13.658 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 12.746 Beschäftigte
- Führungskräfte: 5.097 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 656 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der Landkreis Heilbronn ist ein Kreis der doppelten Stärke. Zwei große Felder, die einander in der Einordnung entgegenstehen, sind hier gleichzeitig überdurchschnittlich besetzt. Bei den Bürokräften gilt die klare Mehrheit der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar, im Handwerk gilt sie praktisch vollständig als nicht berührbar.

Im Ergebnis setzt sich der Büro-Block durch. Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung liegt deutlich über dem typischen Kreis und auch klar über dem baden-württembergischen Vergleichswert, während der Anteil kaum berührbarer Beschäftigung trotz des starken Handwerks nur im Mittelfeld bleibt. Die offenbleibenden Zwischenkategorien fallen entsprechend niedrig aus — die Einordnung ist hier vergleichsweise eindeutig.

Die Qualifikationsstruktur ist nach oben verschoben: Spezialisten- und Expertentätigkeiten liegen über dem typischen Kreis, Helfertätigkeiten deutlich darunter; auch die Führungskräfte sind stark vertreten. Das größte Feld, die Techniker und gleichrangigen Berufe, liegt dagegen ganz nahe am typischen Wert und trägt kaum deutlich berührbare Beschäftigung bei.

Heilbronn zeigt damit, dass sich starke Gegengewichte nicht zwangsläufig ausgleichen.

- Bürokräfte- und Handwerksfeld beide deutlich überdurchschnittlich besetzt, aber gegensätzlich eingeordnet
- Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung deutlich über Bund und Land
- Offene Zwischenkategorien deutlich niedrig — eindeutige Einordnung
- Qualifikationsstruktur nach oben verschoben, Helferanteil deutlich niedrig

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (2.630 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (3.288 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (2.836 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (370 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Baden-Württemberg.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 08125000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 48.077 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 56.151 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 152.720 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 78.389 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Heilbronn. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/heilbronn
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
