# KI und Arbeit in Kassel, documenta-Stadt

In Kassel arbeiten 117.890 Menschen. Das größte Berufsfeld — die Technikerberufe — ist hier ungewöhnlich groß, und ein großer Teil seiner Tätigkeiten lässt sich nicht eindeutig einer Stufe zuordnen.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/kassel-documenta-stadt*

## Die Lage

- **117.890** Beschäftigte in Kassel, documenta-Stadt
- **34.625** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **36.651** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 36.651 |
| nicht oder gering betroffen | 10.862 |
| gering betroffen | 16.255 |
| gering oder deutlich betroffen | 10.576 |
| deutlich betroffen | 34.625 |
| Stufe ungewiss | 2.542 |
| keine Einstufung möglich | 2.039 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 29.167 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 20.886 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 18.081 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 14.014 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 10.465 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 9.736 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 8.276 Beschäftigte
- Führungskräfte: 2.562 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 363 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

In Kassel ist das größte Feld ungewöhnlich groß. Die Technikerberufe stellen fast ein Viertel der Beschäftigung und liegen deutlich über dem typischen Kreis. Ihre Einordnung ist aber gerade nicht eindeutig: Der größte Teil der eingeordneten Beschäftigung verteilt sich auf eine Kategorie, die zwischen geringer und deutlicher Berührbarkeit offenbleibt, sowie auf eindeutig gering Berührbares. Klar deutlich Berührbares kommt dort kaum vor.

Das zweitgrößte Feld liegt gegenläufig: Bei den akademischen Berufen, hier ebenfalls stark besetzt, gilt ein erheblicher Teil der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar. Am eindeutigsten fällt das überdurchschnittlich große Bürokräftefeld aus, in dem fast alles Eingeordnete in diese Richtung weist.

Bemerkenswerter als der Gesamtwert ist deshalb etwas anderes: wie viel Beschäftigung hier als nur gering berührbar gilt — deutlich mehr als im typischen Kreis — und wie stark die Expertenebene besetzt ist.

Die Datenqualität gibt dabei keinen Anlass zur Einschränkung; der Anteil ohne eindeutige Stufe liegt nahe am typischen Kreis. Die Unschärfe im Technikerfeld ist also eine Eigenschaft der Einordnung, nicht der Datenlage.

- Technikerberufe fast ein Viertel der Beschäftigung, deutlich über dem typischen Kreis, mit Schwerpunkt auf offener und geringer Einstufung
- Akademische Berufe und Bürokräfte überdurchschnittlich besetzt und gegenläufig eingeordnet
- Hoher Anteil eindeutig gering betroffener Beschäftigung; Expertenebene deutlich über dem typischen Kreis
- Unsicherheitsanteil nahe am typischen Kreis

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (3.720 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (2.542 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (2.039 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (700 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Hessen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 06611000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 34.625 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 36.651 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 117.890 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 55.240 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Kassel, documenta-Stadt. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/kassel-documenta-stadt
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
