# KI und Arbeit in Kassel

Im Landkreis Kassel arbeiten 75.860 Menschen. Fast zwei Drittel von ihnen üben eine Fachkrafttätigkeit aus — bundesweit einer der höchsten Werte, während Spezialistentätigkeiten so selten sind wie in keinem anderen Kreis.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/kassel*

## Die Lage

- **75.860** Beschäftigte in Kassel
- **15.611** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **28.903** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 28.903 |
| nicht oder gering betroffen | 9.473 |
| gering betroffen | 8.523 |
| gering oder deutlich betroffen | 5.852 |
| deutlich betroffen | 15.611 |
| Stufe ungewiss | 1.393 |
| keine Einstufung möglich | 1.815 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 13.057 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 11.945 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 10.386 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 9.306 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 9.184 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 8.481 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 7.755 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.012 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 443 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der Landkreis Kassel ist ein ausgesprochener Fachkräftekreis. Diese Qualifikationsebene stellt fast zwei Drittel der Beschäftigung und gehört bundesweit zu den höchsten Werten. Gegenläufig sind Spezialistentätigkeiten so selten wie nirgends sonst, und auch das Führungskräftefeld ist das schwächste der gesamten Verteilung.

In den Berufsfeldern schlägt das durch. Im Handwerk, hier deutlich stärker besetzt als üblich, gilt die gesamte eingeordnete Beschäftigung als von KI nicht berührt; bei den ebenfalls stark vertretenen Maschinen- und Anlagenbedienern ebenso. Selbst dort, wo man das Gegenteil erwartet, fällt das Bild milder aus. Im Bürokräftefeld liegt der Anteil deutlich berührbarer eingeordneter Beschäftigung niedriger als in den meisten Kreisen dieses Pakets. Und im akademischen Feld dominiert eine Kategorie, die zwischen nicht und gering berührbar offenbleibt.

Einschränkend gilt: Die Einordnung ist hier gröber als üblich. Ein deutlich erhöhter Teil der Beschäftigung trägt keine eindeutige Stufe oder lässt sich nicht fein auflösen.

Der Kreis liegt damit klar unter dem typischen deutschen Kreis — und noch weiter unter dem hessischen. Der Abstand zum eigenen Bundesland ist der auffälligere Befund.

- Fachkräfteebene bundesweit zu den höchsten, Spezialisten zu den niedrigsten, Führungskräftefeld schwächstes der Verteilung
- Handwerk und Maschinenbediener überdurchschnittlich besetzt, eingeordnete Beschäftigung dort vollständig nicht betroffen
- Bürokräftefeld mit vergleichsweise moderatem Anteil deutlich betroffener eingeordneter Beschäftigung; akademisches Feld dominiert von „nicht oder gering betroffen“
- Erhöhter Unsicherheitsanteil; Abstand zum Landesmedian größer als zum Bundesmedian

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (4.390 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.393 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.815 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Hessen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 06633000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 15.611 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 28.903 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 75.860 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 35.139 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Kassel. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/kassel
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
