# KI und Arbeit in Kiel

In Kiel arbeiten 131.000 Menschen. Zwei ungewöhnlich große Berufsfelder — Technikerberufe und akademische Berufe — stellen zusammen fast die Hälfte der Beschäftigung und liegen in der Einordnung weit auseinander.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/kiel*

## Die Lage

- **131.000** Beschäftigte in Kiel
- **39.073** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **38.304** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 38.304 |
| nicht oder gering betroffen | 13.100 |
| gering betroffen | 16.188 |
| gering oder deutlich betroffen | 13.755 |
| deutlich betroffen | 39.073 |
| Stufe ungewiss | 3.883 |
| keine Einstufung möglich | 1.158 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 33.661 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 25.296 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 18.390 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 16.139 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 10.780 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 10.374 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 6.635 Beschäftigte
- Führungskräfte: 3.671 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 513 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Kiel wird von zwei ungewöhnlich großen Feldern getragen, die zusammen fast die Hälfte der Beschäftigung stellen und in der Einordnung weit auseinanderliegen. Die Technikerberufe sind das größte Feld und gehören bundesweit zu den stärksten; eindeutig deutlich Berührbares kommt dort kaum vor, der größte Teil bleibt zwischen zwei Stufen offen oder gilt als nur gering berührbar. Die akademischen Berufe, ebenfalls weit überdurchschnittlich besetzt, liegen anders: Dort gilt knapp die Hälfte der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar.

Am eindeutigsten fällt das Bürokräftefeld aus, obwohl es nur durchschnittlich groß ist: Fast alles Eingeordnete weist dort in Richtung deutlicher Berührbarkeit.

Was fehlt, prägt das Ergebnis mit. Handwerk, Hilfsarbeitskräfte und Maschinenbedienung — die Felder, die die Kategorie „nicht berührbar“ üblicherweise füllen — sind hier alle schwach besetzt. Deshalb liegt der Anteil solcher Tätigkeiten deutlich unter dem typischen Kreis.

In der Qualifikationsstruktur ragt die Expertenebene heraus, während Helfertätigkeiten selten sind. Die Stadt ist damit klar nach oben verschoben — aber ein erheblicher Teil ihrer größten Berufsgruppe bleibt in der Einordnung offen.

- Technikerberufe und akademische Berufe zusammen fast die Hälfte der Beschäftigung, beide bundesweit weit überdurchschnittlich besetzt
- Technikerfeld überwiegend offen oder gering eingeordnet, akademisches Feld knapp zur Hälfte deutlich betroffen
- Handwerk, Hilfsarbeitskräfte und Maschinenbediener alle deutlich unter dem typischen Kreis
- Expertenebene deutlich über, Helfer deutlich unter dem typischen Kreis

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (5.430 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (3.883 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.158 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (210 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Schleswig-Holstein.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 01002000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 39.073 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 38.304 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 131.000 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 59.429 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Kiel. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/kiel
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
