# KI und Arbeit in Kyffhäuserkreis

Im Kyffhäuserkreis arbeiten 18.750 Menschen. Bevor über KI-Betroffenheit gesprochen werden kann, muss über die Datenlage gesprochen werden: Ein ungewöhnlich großer Teil der Beschäftigung lässt sich gar nicht eindeutig einordnen.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/kyffhaeuserkreis*

## Die Lage

- **18.750** Beschäftigte in Kyffhäuserkreis
- **3.900** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **6.815** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 6.815 |
| nicht oder gering betroffen | 2.129 |
| gering betroffen | 1.724 |
| gering oder deutlich betroffen | 1.080 |
| deutlich betroffen | 3.900 |
| Stufe ungewiss | 675 |
| keine Einstufung möglich | 317 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 3.382 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 3.066 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 2.949 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 1.924 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 1.909 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 1.577 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 1.304 Beschäftigte
- Führungskräfte: 348 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 180 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Beim Kyffhäuserkreis beginnt die Einordnung mit einer Einschränkung. Der Anteil der Beschäftigung, die keine eindeutige Stufe trägt oder sich nicht fein auflösen lässt, gehört bundesweit zu den höchsten — mehr als das Doppelte des typischen Kreises. Besonders sichtbar wird das im größten Feld, den Technikern und gleichrangigen Berufen, wo fast ein Viertel der eingeordneten Beschäftigung unter „Stufe ungewiss“ fällt. Was über diesen Kreis gesagt werden kann, steht damit auf schmalerem Fundament als anderswo.

Mit dieser Einschränkung: Der Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten liegt deutlich unter dem typischen Kreis. Innerhalb Thüringens ist das jedoch unauffällig — dort ist der Kreis eher durchschnittlich.

Strukturell zeigt sich das übliche Gegenüber, hier mit deutlicher Gewichtung. Die Handwerks- und verwandten Berufe sind überdurchschnittlich stark besetzt, und ihre eingeordnete Beschäftigung entfällt vollständig auf nicht berührbare Tätigkeiten. Die Bürokräfte, sonst häufig ein Treiber hoher Werte, gehören hier zu den schwächsten Feldern bundesweit.

Der niedrige Betroffenheitswert ist also kein besonders robuster Befund. Er passt zur Struktur, aber ein erheblicher Teil des Bildes bleibt hier unscharf.

- Unsicherheitsanteil gehört bundesweit zu den höchsten, Schwerpunkt im größten Feld
- Deutlich berührbare Beschäftigung deutlich unter dem typischen Kreis, landesintern unauffällig
- Handwerksberufe stark besetzt und vollständig nicht betroffen
- Bürokräftefeld gehört zu den bundesweit schwächsten

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.720 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (675 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (317 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (360 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Thüringen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 16065000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 3.900 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 6.815 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 18.750 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 5.839 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Kyffhäuserkreis. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/kyffhaeuserkreis
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
