# KI und Arbeit in Leipzig

Im Landkreis Leipzig arbeiten 77.960 Menschen. Deutlich berührbare Tätigkeiten sind hier seltener als in fast neun von zehn Kreisen — auffällig ist dabei vor allem, wie klein das Bürofeld ausfällt.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/leipzig*

## Die Lage

- **77.960** Beschäftigte in Leipzig
- **16.058** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **29.338** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 29.338 |
| nicht oder gering betroffen | 9.184 |
| gering betroffen | 9.399 |
| gering oder deutlich betroffen | 5.490 |
| deutlich betroffen | 16.058 |
| Stufe ungewiss | 1.615 |
| keine Einstufung möglich | 1.055 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 14.554 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 12.716 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 9.352 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 9.333 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 8.170 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 7.912 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 7.234 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.901 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 969 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der Landkreis Leipzig liegt beim Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten weit unter dem typischen Kreis. Innerhalb Sachsens ist das allerdings nicht besonders: Der Landeswert liegt praktisch gleichauf.

Interessanter als die Höhe ist die Zusammensetzung. Das Bürokräftefeld, sonst meist ein Treiber hoher Werte, ist hier eines der schwächsten bundesweit — obwohl auch dort gut drei Viertel der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar gelten. Was dem Kreis an Bürobeschäftigung fehlt, schlägt sich direkt im Gesamtwert nieder.

Dagegen sind die Dienstleistungsberufe und Verkäufer überdurchschnittlich stark besetzt, und dort gilt gut zwei Fünftel der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar. Bei den Handwerksberufen entfällt die eingeordnete Beschäftigung praktisch vollständig auf nicht berührbare Tätigkeiten.

Die Beschäftigung konzentriert sich stark auf die mittlere Qualifikationsebene: Fachkrafttätigkeiten sind deutlich häufiger als im typischen Kreis, Helfertätigkeiten seltener, während Spezialisten und Experten dem bundesweiten Bild fast exakt entsprechen.

Einschränkend gilt, dass ein überdurchschnittlicher Teil der Beschäftigung sich nicht eindeutig einordnen lässt. Der niedrige Wert ist plausibel, aber nicht so belastbar wie in Kreisen mit feinerer Datenlage.

- Deutlich berührbare Beschäftigung weit unter dem typischen Kreis, landesintern typisch
- Bürokräftefeld eines der schwächsten bundesweit
- Dienstleistungsberufe überdurchschnittlich besetzt und stark betroffen
- Fachkräftelastige Qualifikationsstruktur; überdurchschnittlicher Unsicherheitsanteil

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (5.070 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.615 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.055 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (790 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Sachsen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 14729000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 16.058 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 29.338 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 77.960 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 31.891 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Leipzig. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/leipzig
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
