# KI und Arbeit in Lübeck

In Lübeck arbeiten 106.110 Menschen. Beim Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten trifft die Stadt fast genau den typischen deutschen Kreis — verschoben ist nicht die Höhe, sondern die Verteilung.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/luebeck*

## Die Lage

- **106.110** Beschäftigte in Lübeck
- **26.957** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **35.356** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 35.356 |
| nicht oder gering betroffen | 10.593 |
| gering betroffen | 12.145 |
| gering oder deutlich betroffen | 10.440 |
| deutlich betroffen | 26.957 |
| Stufe ungewiss | 2.855 |
| keine Einstufung möglich | 1.265 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 23.919 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 16.118 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 14.153 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 13.337 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 10.755 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 9.279 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 8.978 Beschäftigte
- Führungskräfte: 2.664 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 407 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Lübeck liegt beim Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten fast genau auf dem Niveau des typischen deutschen Kreises und ist auch innerhalb Schleswig-Holsteins unauffällig. Was sich verschiebt, ist nicht die Höhe, sondern die Form der Verteilung.

Die Beschäftigung, deren Tätigkeiten KI gar nicht berührt, ist hier deutlich seltener als üblich. An ihre Stelle treten die Kategorien, die zwischen zwei Stufen offenbleiben — sie gehören bundesweit zu den höheren Werten. Ein größerer Teil der Arbeit in Lübeck lässt sich also einordnen, aber nicht auf eine einzelne Stufe festlegen.

Bei den Qualifikationsebenen ist die Stadt kopflastiger als das übliche Bild: Expertentätigkeiten sind überdurchschnittlich häufig, Fachkrafttätigkeiten deutlich seltener. Dazu passt das zweitgrößte Feld, die akademischen Berufe, das ebenfalls überdurchschnittlich stark besetzt ist. Umgekehrt gehören die Handwerksberufe zu den schwach besetzten Feldern. Der klarste Feldbefund liegt bei den Bürokräften, wo gut drei Viertel der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar gelten — allerdings ist dieses Feld hier kleiner als üblich.

Die Datenlage ist etwas gröber als typisch. Lübecks Durchschnittswert entsteht damit nicht aus Ausgewogenheit, sondern aus einer Verteilung, die an mehreren Stellen offenbleibt.

- Deutlich berührbare Beschäftigung fast genau auf typischem Niveau, landesintern unauffällig
- Nicht berührbare Beschäftigung deutlich unterdurchschnittlich, offene Kategorien deutlich überdurchschnittlich
- Experten häufig, Fachkräfte selten; akademische Berufe stark, Handwerk schwach besetzt
- Bürokräfte kategoriell klar, aber kleineres Feld als üblich; gröbere Datenlage

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (5.140 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (2.855 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.265 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (1.470 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Schleswig-Holstein.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 01003000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 26.957 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 35.356 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 106.110 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 49.050 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Lübeck. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/luebeck
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
