# KI und Arbeit in Main-Tauber-Kreis

Im Main-Tauber-Kreis arbeiten 56.670 Menschen. Die beiden größten Berufsfelder stehen sich so scharf gegenüber wie in kaum einem anderen Kreis — in der Summe hebt sich das fast auf.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/main-tauber-kreis*

## Die Lage

- **56.670** Beschäftigte in Main-Tauber-Kreis
- **15.046** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **22.375** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 22.375 |
| nicht oder gering betroffen | 5.285 |
| gering betroffen | 6.371 |
| gering oder deutlich betroffen | 4.151 |
| deutlich betroffen | 15.046 |
| Stufe ungewiss | 715 |
| keine Einstufung möglich | 1.307 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 12.378 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 8.848 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 8.576 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 6.518 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 6.455 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 6.301 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 4.806 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.127 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 241 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der Main-Tauber-Kreis lebt von einem Gegensatz, den man im Gesamtwert nicht sieht. Bei den Technikern und gleichrangigen nichttechnischen Berufen, dem größten Feld, gilt so gut wie nichts von der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar; bei den Bürokräften, dem zweitgrößten, gut vier Fünftel.

Das Bürofeld ist dabei nicht nur hoch eingestuft, sondern auch ungewöhnlich groß — es gehört bundesweit zum oberen Bereich. Auf der anderen Seite stehen zwei ebenfalls überdurchschnittlich besetzte Felder, deren eingeordnete Beschäftigung ganz oder fast ganz auf kaum berührbare Tätigkeiten entfällt: das Handwerk und die Hilfsarbeitskräfte.

Diese Gegenläufigkeit gleicht sich weitgehend aus. Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung liegt nahe am typischen Kreis, der Anteil kaum berührbarer etwas darüber. Auffällig ist in der Qualifikationsstruktur allein die stärkere Präsenz von Spezialistentätigkeiten; Helfer, Fachkräfte und Experten liegen nahe an ihren typischen Werten.

Das ist die eigentliche Einordnung: Ein mittiger Kreiswert entsteht hier nicht durch gleichmäßige Verteilung, sondern durch zwei kräftig besetzte, gegenläufige Blöcke, die einander die Waage halten.

- Größtes und zweitgrößtes Feld liegen so weit auseinander wie in kaum einem anderen Kreis
- Das Bürofeld ist zugleich hoch eingestuft und bundesweit ungewöhnlich groß
- Handwerk und Hilfsarbeitskräfte sind beide überdurchschnittlich besetzt und liegen ganz oder fast ganz bei kaum berührbaren Tätigkeiten
- Der Gesamtwert liegt nahe am typischen Kreis; nur der Spezialistenanteil sticht heraus

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.340 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (715 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.307 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (30 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Baden-Württemberg.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 08128000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 15.046 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 22.375 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 56.670 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 26.950 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Main-Tauber-Kreis. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/main-tauber-kreis
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
