# KI und Arbeit in Main-Taunus-Kreis

Im Main-Taunus-Kreis arbeiten 112.430 Menschen. Fast jede zweite Beschäftigung entfällt auf eine Tätigkeit, die KI nach heutiger Forschung deutlich verändern könnte — kein anderer deutscher Kreis liegt höher.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/main-taunus-kreis*

## Die Lage

- **112.430** Beschäftigte in Main-Taunus-Kreis
- **51.283** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **26.491** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 26.491 |
| nicht oder gering betroffen | 8.295 |
| gering betroffen | 9.464 |
| gering oder deutlich betroffen | 8.366 |
| deutlich betroffen | 51.283 |
| Stufe ungewiss | 2.240 |
| keine Einstufung möglich | 971 |

## Berufsfelder

- Bürokräfte und verwandte Berufe: 24.269 Beschäftigte
- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 22.693 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 22.314 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 12.574 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 7.700 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 6.311 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 6.261 Beschäftigte
- Führungskräfte: 4.518 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 471 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der Main-Taunus-Kreis markiert das obere Ende der gesamten bundesweiten Verteilung. Der Grund liegt in einer Berufsstruktur, in der die klassischen Gegengewichte fast vollständig fehlen.

Getragen wird das Bild von zwei Feldern. Die Bürokräfte bilden hier das größte Feld überhaupt und gehören bundesweit zu den am stärksten besetzten; von ihrer eingeordneten Beschäftigung gilt fast alles als deutlich berührbar. Die akademischen Berufe folgen dicht dahinter, ebenfalls weit überdurchschnittlich groß, und auch dort trägt der überwiegende Teil diese Einstufung.

Was anderswo dagegenhält, ist hier kaum vorhanden: Handwerk, Anlagenbedienung und Hilfsarbeitskräfte — die Felder mit überwiegend kaum berührbaren Tätigkeiten — sind allesamt sehr schwach besetzt, das Handwerk gehört bundesweit zu den kleinsten überhaupt. Entsprechend gehört auch der kreisweite Anteil kaum berührbarer Beschäftigung zu den niedrigsten in Deutschland.

Die Qualifikationsstruktur zeigt in dieselbe Richtung: Spezialisten- und Expertentätigkeiten sind deutlich häufiger als im typischen Kreis, Helfer- und Fachkrafttätigkeiten deutlich seltener. Der Spitzenwert und der ungewöhnlich niedrige Gegenwert sind damit dieselbe Beobachtung von zwei Seiten.

- Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung gehört bundesweit zu den höchsten
- Bürokräfte und akademische Berufe sind beide weit überdurchschnittlich groß und hoch eingestuft
- Handwerk, Anlagenbedienung und Hilfsarbeitskräfte fehlen als Gegengewicht weitgehend
- Die Qualifikationsstruktur ist stark nach oben verschoben

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (4.980 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (2.240 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (971 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (430 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Hessen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 06436000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 51.283 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 26.491 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 112.430 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 52.321 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Main-Taunus-Kreis. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/main-taunus-kreis
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
