# KI und Arbeit in Mainz-Bingen

In Mainz-Bingen arbeiten 61.490 Menschen. Gut jede dritte Beschäftigung entfällt auf eine Tätigkeit, die KI nach heutiger Forschung deutlich verändern könnte — weit mehr als im typischen Kreis und weit mehr als im übrigen Rheinland-Pfalz.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/mainz-bingen*

## Die Lage

- **61.490** Beschäftigte in Mainz-Bingen
- **22.251** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **19.003** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 19.003 |
| nicht oder gering betroffen | 5.704 |
| gering betroffen | 6.163 |
| gering oder deutlich betroffen | 3.449 |
| deutlich betroffen | 22.251 |
| Stufe ungewiss | 1.150 |
| keine Einstufung möglich | 369 |

## Berufsfelder

- Akademische Berufe: 15.701 Beschäftigte
- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 9.689 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 7.789 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 7.173 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 5.743 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 5.056 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 4.717 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.596 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 626 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Mainz-Bingen zeigt einen der schärfsten Feldbefunde überhaupt. Die akademischen Berufe bilden hier das größte Feld und gehören in ihrer Größe bundesweit zu den höchsten — und von ihrer eingeordneten Beschäftigung gilt fast alles als deutlich berührbar. Ein so hoher Anteil in einem so großen Feld ist ungewöhnlich.

Das zweitgrößte Feld liegt genau gegenteilig. Bei den Technikern gilt nur ein kleiner Bruchteil der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar; der Rest verteilt sich auf gering berührbare und zwischen zwei Stufen offene Kategorien. Zugleich gehört dieses Feld in seiner Größe zu den bundesweit kleinsten — der Kreis hat also gerade dort wenig Gewicht, wo das Bild uneindeutig bliebe.

Auch die Qualifikationsstruktur ist eindeutig: Der Anteil an Spezialistentätigkeiten ist bundesweit der höchste überhaupt, während Fachkrafttätigkeiten deutlich seltener sind als im typischen Kreis.

Bemerkenswert ist dabei die Konzentration: Ein einzelner Beruf — technischer und medizinischer Vertrieb — trägt allein einen erheblichen Teil der Kreisbeschäftigung, über die Hälfte dessen, was alle belastbar gezählten Berufe zusammen ausmachen. Der hohe Kreiswert ruht damit auf einer schmalen Basis.

- Die akademischen Berufe sind das größte Feld, bundesweit zu den höchsten gehörend, und fast durchgehend deutlich berührbar
- Das zweitgrößte Feld liegt gegenteilig und ist zugleich bundesweit eines der kleinsten
- Der Anteil an Spezialistentätigkeiten ist bundesweit der höchste überhaupt
- Ein einzelner Beruf trägt einen erheblichen Teil der Kreisbeschäftigung

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (3.520 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.150 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (369 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Rheinland-Pfalz.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 07339000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 22.251 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 19.003 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 61.490 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 23.420 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Mainz-Bingen. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/mainz-bingen
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
