# KI und Arbeit in Marburg-Biedenkopf

In Marburg-Biedenkopf arbeiten 97.960 Menschen. Deutlich berührbare Tätigkeiten sind hier seltener als im typischen Kreis — im hessischen Vergleich fällt der Abstand noch größer aus.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/marburg-biedenkopf*

## Die Lage

- **97.960** Beschäftigte in Marburg-Biedenkopf
- **21.895** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **37.772** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 37.772 |
| nicht oder gering betroffen | 10.339 |
| gering betroffen | 14.321 |
| gering oder deutlich betroffen | 6.604 |
| deutlich betroffen | 21.895 |
| Stufe ungewiss | 1.683 |
| keine Einstufung möglich | 1.684 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 22.538 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 14.928 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 12.821 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 11.443 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 11.163 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 10.488 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 8.813 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.702 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 403 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Marburg-Biedenkopf liegt in Hessen deutlich unter dem Landeswert, und der Grund lässt sich an einem einzelnen Feld ablesen. Die Bürokräfte, das Feld, das anderswo den Wert nach oben zieht, sind hier auffällig klein — deutlich kleiner als im typischen Kreis und noch deutlicher im hessischen Vergleich.

Die beiden größten Felder zeigen die Bandbreite. Bei den Technikern und gleichrangigen nichttechnischen Berufen gilt kaum etwas als deutlich berührbar; der überwiegende Teil verteilt sich auf gering berührbare Tätigkeiten und auf Kategorien, die zwischen zwei Stufen offenbleiben. Im zweitgrößten Feld, den akademischen Berufen, gilt dagegen rund die Hälfte als deutlich berührbar.

Ein eigener Zug ist der hohe Anteil gering berührbarer Beschäftigung, der bundesweit zum oberen Bereich gehört. Der Kreis liegt damit nicht besonders weit unten, sondern eher im mittleren Feld — nur eben in einer Kategorie, die anderswo schwächer besetzt ist.

Zur Einordnung gehört, dass hier mehr Zahlen regional abgeleitet als direkt aus der Kreisstatistik stammen. Besonders sichtbar wird das bei den Bedienern von Anlagen und Maschinen: Einem überdurchschnittlich großen Feld steht dort nur eine kleine Zahl direkt gezählter Beschäftigter gegenüber.

- Der Abstand zum hessischen Landesmedian ist größer als der zum Bund
- Das Bürofeld, das anderswo nach oben zieht, ist hier auffällig klein
- Die beiden größten Felder liegen weit auseinander
- Gering berührbare Beschäftigung gehört bundesweit zum oberen Bereich; die Datenbasis stützt sich stark auf regionale Ableitung

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (3.050 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.683 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.684 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (720 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Hessen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 06534000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 21.895 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 37.772 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 97.960 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 49.889 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

```
Veniora (2026): KI und Arbeit in Marburg-Biedenkopf. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/marburg-biedenkopf
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
