# KI und Arbeit in Mittelsachsen

In Mittelsachsen arbeiten 103.110 Menschen. Deutlich berührbare Tätigkeiten sind hier seltener als in fast allen anderen Kreisen — innerhalb Sachsens ist das allerdings der Normalfall.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/mittelsachsen*

## Die Lage

- **103.110** Beschäftigte in Mittelsachsen
- **21.056** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **38.750** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 38.750 |
| nicht oder gering betroffen | 12.380 |
| gering betroffen | 13.696 |
| gering oder deutlich betroffen | 6.860 |
| deutlich betroffen | 21.056 |
| Stufe ungewiss | 1.895 |
| keine Einstufung möglich | 2.032 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 19.331 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 15.451 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 13.821 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 12.424 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 11.269 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 11.037 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 9.414 Beschäftigte
- Führungskräfte: 2.543 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 1.381 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Mittelsachsen gehört bundesweit zum unteren Zehntel, doch der Befund ist stärker eine Landeslage als eine Kreisbesonderheit: Innerhalb Sachsens trifft der Wert den Landesmedian nahezu exakt.

Was den Kreis eigenständig kennzeichnet, liegt auf der Ebene der Qualifikationen: Fachkrafttätigkeiten sind hier deutlich häufiger als im typischen Kreis, Helfer- und Spezialistentätigkeiten seltener. Dazu passt der erhöhte Anteil gering berührbarer Beschäftigung.

Auf Feldebene fällt vor allem eines auf. Bei den Bedienern von Anlagen und Maschinen teilt sich die eingeordnete Beschäftigung exakt hälftig zwischen kaum berührbaren Tätigkeiten und einer offenbleibenden Kategorie. Dieses Feld ist hier deutlich größer besetzt als anderswo. Im Handwerk liegt sie fast vollständig auf der kaum berührbaren Seite. Das Feld der Bürokräfte, das anderswo nach oben zieht, ist hier deutlich kleiner als im typischen Kreis.

Einschränkend liegt der Unsicherheitsanteil über dem typischen Kreis, überwiegend weil ein Teil der Beschäftigung nicht fein genug auflösbar ist. Landesintern entspricht auch das praktisch dem Normalfall — der Kreis ist damit weniger ein Sonderfall als ein Beispiel für die sächsische Ausgangslage.

- Der niedrige Wert entspricht fast exakt dem sächsischen Landesmedian
- Fachkrafttätigkeiten sind deutlich häufiger, Helfer und Spezialisten seltener
- Bei den Bedienern von Anlagen und Maschinen teilt sich die eingeordnete Beschäftigung exakt hälftig; das Feld ist überdurchschnittlich groß
- Das Bürofeld ist deutlich kleiner als im typischen Kreis

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (6.260 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.895 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (2.032 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (270 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Sachsen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 14522000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 21.056 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 38.750 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 103.110 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 44.451 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Mittelsachsen. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/mittelsachsen
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
