# KI und Arbeit in Münster

In Münster arbeiten 196.000 Menschen. Mehr als jeder Dritte übt eine Tätigkeit aus, die KI nach heutiger Forschung deutlich verändern könnte — deutlich mehr als im typischen deutschen Kreis.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/muenster*

## Die Lage

- **196.000** Beschäftigte in Münster
- **71.403** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **54.491** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 54.491 |
| nicht oder gering betroffen | 14.577 |
| gering betroffen | 28.479 |
| gering oder deutlich betroffen | 15.757 |
| deutlich betroffen | 71.403 |
| Stufe ungewiss | 4.527 |
| keine Einstufung möglich | 1.226 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 49.099 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 44.315 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 32.416 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 20.211 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 15.336 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 11.385 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 11.061 Beschäftigte
- Führungskräfte: 5.616 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 1.021 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

In Münster weisen zwei große Berufsfelder in dieselbe Richtung, und ein drittes stellt sich quer. Akademische Berufe und Bürokräfte sind beide deutlich stärker besetzt als im typischen Kreis. Bei den Akademikern gelten gut drei Fünftel der eingeordneten Tätigkeiten als deutlich berührbar, bei den Bürokräften fast neun Zehntel. Zusammen prägen sie den hohen Gesamtwert.

Das größte Feld, die Technikerberufe, liegt gegenläufig: Dort trägt die eingeordnete Beschäftigung kaum deutlich berührbare Tätigkeiten, sondern verteilt sich auf geringe Berührbarkeit und offene Kategorien. Und was anderswo als Gegengewicht dient — Handwerk, Hilfsarbeit, Maschinenbedienung — ist hier durchweg schwach vertreten.

Die Qualifikationsstruktur passt ins Bild: Spezialisten- und Expertentätigkeiten sind deutlich häufiger als üblich, klassische Fachkrafttätigkeiten deutlich seltener.

Ein Vorbehalt gehört dazu: Gut die Hälfte der Zahlen entsteht regional abgeleitet, und bei den akademischen Berufen ruht die Kategorienangabe auf einem Bruchteil der Feldzahl.

- Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten deutlich über dem typischen Kreis
- Akademische Berufe und Bürokräfte beide überdurchschnittlich groß und stark berührbar
- Technikerberufe als größtes Feld gegenläufig; Handwerk, Hilfsarbeit und Maschinenbedienung schwach besetzt
- Qualifikationsstruktur nach oben verschoben; hoher Anteil regional abgeleiteter Zahlen

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (4.620 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (4.527 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.226 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (1.050 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Nordrhein-Westfalen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 05515000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 71.403 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 54.491 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 196.000 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 103.790 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Münster. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/muenster
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
