# KI und Arbeit in Neu-Ulm

In Neu-Ulm arbeiten 64.710 Menschen. Der Kreis liegt in fast allen Kennzahlen nahe am typischen deutschen Kreis — auffällig ist nur, wie viel hier zwischen zwei Stufen unentschieden bleibt.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/neu-ulm*

## Die Lage

- **64.710** Beschäftigte in Neu-Ulm
- **16.892** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **24.302** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 24.302 |
| nicht oder gering betroffen | 7.127 |
| gering betroffen | 6.432 |
| gering oder deutlich betroffen | 5.834 |
| deutlich betroffen | 16.892 |
| Stufe ungewiss | 1.217 |
| keine Einstufung möglich | 1.257 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 12.567 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 9.940 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 9.030 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 8.515 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 7.602 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 6.902 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 6.711 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.514 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 278 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Neu-Ulm ist ein Kreis ohne herausragenden Einzelbefund. Der Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten liegt nahe am typischen Kreis, der Anteil nicht berührbarer ebenso, und die vier Qualifikationsebenen bewegen sich sämtlich in Reichweite des Bundeswerts. Das ist selbst ein Befund: Der Kreis bildet die bundesweite Mitte gut ab.

Eine Ausnahme gibt es. Der Anteil der Beschäftigung, die zwischen zwei Stufen unentschieden bleibt, liegt deutlich über dem typischen Kreis. Hier bleibt also mehr als anderswo offen, welcher Stufe eine Tätigkeit zuzuordnen wäre — sichtbar etwa bei den Bürokräften, wo ein gutes Viertel der eingeordneten Beschäftigung nicht eindeutig zugewiesen ist.

In den Feldern zeigt sich das vertraute Gegenüber. Die Handwerks- und verwandten Berufe, das zweitgrößte Feld und überdurchschnittlich besetzt, tragen bei der eingeordneten Beschäftigung ausschließlich nicht berührbare Tätigkeiten. Bei den Bürokräften gilt dagegen knapp drei Viertel der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar. Der mittlere Gesamtwert entsteht aus diesem Ausgleich, nicht aus Gleichförmigkeit.

- Gesamtbild und alle vier Qualifikationsebenen nahe am typischen Kreis
- Anteil der Beschäftigung zwischen zwei Stufen deutlich über dem typischen Kreis
- Handwerk vollständig nicht berührbar, Bürokräfte zu knapp drei Vierteln deutlich berührbar

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.540 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.217 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.257 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (190 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Bayern.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 09775000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 16.892 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 24.302 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 64.710 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 31.319 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Neu-Ulm. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/neu-ulm
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
