# KI und Arbeit in Nordsachsen

In Nordsachsen arbeiten 75.800 Menschen. Bei fast jedem Vierten bleibt offen, welcher Stufe die Tätigkeit zuzuordnen wäre — der höchste Anteil unter allen deutschen Kreisen.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/nordsachsen*

## Die Lage

- **75.800** Beschäftigte in Nordsachsen
- **13.659** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **25.629** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 25.629 |
| nicht oder gering betroffen | 8.698 |
| gering betroffen | 7.997 |
| gering oder deutlich betroffen | 9.380 |
| deutlich betroffen | 13.659 |
| Stufe ungewiss | 1.368 |
| keine Einstufung möglich | 950 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 13.279 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 12.815 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 10.129 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 7.905 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 7.531 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 7.101 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 6.325 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.518 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 1.076 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Nordsachsen hält einen bundesweiten Extremwert, und er betrifft nicht das Ergebnis, sondern die Eindeutigkeit. Der Anteil der Beschäftigung, die zwischen zwei Stufen offenbleibt, ist der höchste unter allen Kreisen. Dazu kommt ein hoher Anteil nicht fein auflösbarer Beschäftigung. Zusammengenommen ist mehr als ein Drittel der Beschäftigung entweder unentschieden oder nicht auflösbar.

Wo das sitzt, lässt sich benennen. Bei den Bürokräften, dem zweitgrößten Feld und ungewöhnlich stark besetzt, teilt sich die eingeordnete Beschäftigung fast hälftig zwischen deutlich berührbaren Tätigkeiten und einer Kategorie, die zwischen zwei Stufen offenlässt. In den meisten anderen Kreisen tragen die Bürokräfte eine weit eindeutigere Einstufung — hier nicht.

Entsprechend niedrig fällt der Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten aus; er gehört bundesweit zu den niedrigsten. Wie viel davon auf die Beschäftigungsstruktur und wie viel auf die offengebliebenen Kategorien entfällt, lässt sich anhand der Daten nicht trennen. Auf der Qualifikationsseite dominieren Fachkrafttätigkeiten, deren Anteil zu den höchsten bundesweit gehört.

- Anteil der Beschäftigung zwischen zwei Stufen ist der höchste aller Kreise
- Zusammen mit nicht auflösbarer Beschäftigung ist mehr als ein Drittel nicht eindeutig zugeordnet
- Bürokräfte ungewöhnlich stark besetzt, aber nur zur Hälfte eindeutig eingestuft
- Sehr niedriger Betroffenheitswert, nicht isoliert interpretierbar; sehr hoher Fachkraftanteil

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (7.230 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.368 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (950 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (990 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Sachsen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 14730000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 13.659 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 25.629 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 75.800 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 28.399 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Nordsachsen. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/nordsachsen
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
