# KI und Arbeit in Nordwestmecklenburg

In Nordwestmecklenburg arbeiten 44.990 Menschen. Nur etwa jeder Fünfte übt eine Tätigkeit aus, die KI deutlich verändern könnte — allerdings bleibt hier ungewöhnlich viel Beschäftigung ungeklärt.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/nordwestmecklenburg*

## Die Lage

- **44.990** Beschäftigte in Nordwestmecklenburg
- **9.171** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **16.839** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 16.839 |
| nicht oder gering betroffen | 4.874 |
| gering betroffen | 4.058 |
| gering oder deutlich betroffen | 2.681 |
| deutlich betroffen | 9.171 |
| Stufe ungewiss | 1.821 |
| keine Einstufung möglich | 656 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 7.838 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 7.050 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 5.188 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 5.141 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 5.103 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 4.406 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 3.895 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.116 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 362 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Nordwestmecklenburg gehört zu den Kreisen mit niedrigem Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung. Gegenüber Mecklenburg-Vorpommern ist der Abstand allerdings klein — im eigenen Bundesland ist das kein Ausreißer.

Der Befund steht zudem auf unsicherem Grund. Ein erheblicher Teil der Beschäftigung trägt keine eindeutige Stufe oder lässt sich nicht fein genug auflösen, deutlich mehr als im typischen Kreis. Im größten Feld, den Technikerberufen, entfällt fast ein Viertel der eingeordneten Beschäftigung auf die Kategorie „Stufe ungewiss“, ein weiteres knappes Drittel auf eine Kategorie, die zwischen zwei Stufen offenbleibt. Auch das ist im Land nicht ungewöhnlich.

An Feldern fallen zwei Gegensätze auf. Dienstleistungsberufe und Verkäufer sind überdurchschnittlich besetzt und tragen zu knapp vier Zehnteln deutlich berührbare eingeordnete Tätigkeiten. Die Bürokräfte, das Feld, das anderswo den Ausschlag gibt, sind hier so klein wie in kaum einem anderen Kreis — obwohl ihre eingeordnete Beschäftigung überwiegend deutlich berührbar ist. Die Qualifikationsstruktur bleibt in allen vier Ebenen nahe am typischen Kreis.

- Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten deutlich unter dem typischen Kreis, im Land aber kein Ausreißer
- Erheblicher Teil der Beschäftigung ohne eindeutige Stufe oder nicht fein auflösbar
- Im größten Feld ist ein Großteil der eingeordneten Beschäftigung unentschieden
- Bürokräfte so klein wie in kaum einem anderen Kreis; Qualifikationsstruktur durchgehend nahe am typischen Kreis

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (4.480 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.821 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (656 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (400 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Mecklenburg-Vorpommern.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 13074000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 9.171 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 16.839 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 44.990 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 16.349 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Nordwestmecklenburg. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/nordwestmecklenburg
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
