# KI und Arbeit in Oberspreewald-Lausitz

In Oberspreewald-Lausitz arbeiten 37.450 Menschen. Der Anteil deutlich von KI berührbarer Tätigkeiten gehört zu den niedrigsten in Deutschland — zugleich ist die Beschäftigung ungewöhnlich stark auf die mittlere Qualifikationsebene konzentriert.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/oberspreewald-lausitz*

## Die Lage

- **37.450** Beschäftigte in Oberspreewald-Lausitz
- **7.429** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **14.304** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 14.304 |
| nicht oder gering betroffen | 4.458 |
| gering betroffen | 4.594 |
| gering oder deutlich betroffen | 2.940 |
| deutlich betroffen | 7.429 |
| Stufe ungewiss | 696 |
| keine Einstufung möglich | 699 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 7.613 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 6.009 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 4.886 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 4.549 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 3.895 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 3.627 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 3.450 Beschäftigte
- Führungskräfte: 799 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 293 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Oberspreewald-Lausitz ist ein Kreis der Mitte — im Wortsinn. Fachkräfte stellen hier weit mehr Beschäftigung als im typischen deutschen Kreis, während beide Ränder der Qualifikationsskala dünn besetzt sind: Helfer wie Experten liegen im unteren Viertel. Der Kreis hat also weder eine breite Helferbasis noch eine ausgeprägte Spitze.

Dazu passt das Gesamtbild: Der Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten gehört bundesweit zu den niedrigsten. Getragen wird das unter anderem von den Handwerks- und verwandten Berufen, deren eingeordnete Beschäftigung vollständig als kaum berührbar gilt, und von schwach besetzten akademischen Berufen.

Einen Vorbehalt gibt es allerdings. Die Einordnung trennt hier weniger scharf als anderswo: Ein großer Teil der Beschäftigung bleibt zwischen zwei Stufen offen, ein weiterer trägt gar keine eindeutige Stufe. Selbst bei den Bürokräften — dem Feld, das sonst am klarsten zur deutlichen Betroffenheit tendiert — bleibt hier gut ein Drittel der eingeordneten Beschäftigung unentschieden.

Der niedrige Gesamtwert ist damit belegt, aber nicht so belastbar wie in Kreisen mit schärferer Einordnung.

- Deutliche Betroffenheit gehört bundesweit zu den niedrigsten
- Fachkräfte stark überrepräsentiert, beide Ränder der Qualifikationsskala schwach
- Vergleichsweise unscharfe Einordnung, auch bei den Bürokräften

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (2.020 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (696 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (699 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (360 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Brandenburg.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 12066000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 7.429 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 14.304 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 37.450 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 14.961 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Oberspreewald-Lausitz. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/oberspreewald-lausitz
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
