# KI und Arbeit in Odenwaldkreis

Im Odenwaldkreis arbeiten 28.610 Menschen. Fast jeder Vierte übt eine Helfertätigkeit aus — ein Spitzenwert in Deutschland; Spezialisten sind hier so selten wie in kaum einem anderen Kreis.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/odenwaldkreis*

## Die Lage

- **28.610** Beschäftigte in Odenwaldkreis
- **5.954** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **11.240** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 11.240 |
| nicht oder gering betroffen | 4.892 |
| gering betroffen | 2.992 |
| gering oder deutlich betroffen | 1.891 |
| deutlich betroffen | 5.954 |
| Stufe ungewiss | 288 |
| keine Einstufung möglich | 394 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 5.741 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 5.513 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 3.381 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 3.236 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 3.194 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 3.077 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 2.929 Beschäftigte
- Führungskräfte: 472 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 107 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der Odenwaldkreis fällt vor allem durch seine Qualifikationsstruktur auf. Der Helferanteil gehört bundesweit zu den höchsten, der Spezialistenanteil zu den niedrigsten — der Kreis ist an einem Ende der Skala stark und am anderen ausgesprochen dünn besetzt. In Hessen steht er damit deutlich abseits.

Auch der Anteil deutlich von KI berührbarer Tätigkeiten liegt klar unter dem typischen deutschen Kreis, und der Abstand zum eigenen Bundesland ist noch größer. Ein Feld prägt das besonders: Dienstleistungsberufe und Verkäufer sind hier so stark besetzt wie in kaum einem anderen Kreis, und ihre eingeordnete Beschäftigung liegt mehrheitlich in der Kategorie, die zwischen kaum und gering berührbar offenbleibt. Der übliche Gegenpol, die Bürokräfte mit ihrem hohen Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten, ist im Odenwaldkreis ungewöhnlich klein.

Dazu kommt eine Besonderheit der Datenlage. Fast ein Viertel der Beschäftigung entfällt auf Kategorien, die zwei Stufen offenlassen — bundesweit einer der höchsten Werte. Gleichzeitig fehlen kaum Einordnungen. Die Unschärfe liegt hier also nicht in Lücken, sondern in Zuordnungen, die sich nicht auf eine Stufe festlegen.

- Helferanteil bundesweit unter den höchsten, Spezialistenanteil unter den niedrigsten
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer außergewöhnlich stark, Bürokräfte ungewöhnlich schwach besetzt
- Sehr viel Beschäftigung zwischen zwei Stufen offen, aber kaum fehlende Einordnungen

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (980 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (288 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (394 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Hessen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 06437000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 5.954 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 11.240 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 28.610 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 12.590 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Odenwaldkreis. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/odenwaldkreis
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
