# KI und Arbeit in Ostallgäu

Im Ostallgäu arbeiten 52.570 Menschen. Nahezu zwei von drei Beschäftigten üben eine Fachkrafttätigkeit aus — ein Anteil, der bundesweit zu den höchsten gehört; alle anderen Qualifikationsebenen sind schwächer besetzt als im typischen Kreis.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/ostallgaeu*

## Die Lage

- **52.570** Beschäftigte in Ostallgäu
- **12.663** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **21.213** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 21.213 |
| nicht oder gering betroffen | 5.739 |
| gering betroffen | 5.127 |
| gering oder deutlich betroffen | 3.593 |
| deutlich betroffen | 12.663 |
| Stufe ungewiss | 1.113 |
| keine Einstufung möglich | 1.091 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 9.965 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 9.317 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 7.041 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 6.588 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 5.629 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 5.624 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 4.887 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.077 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 409 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Das Ostallgäu ist ein Fachkräftekreis. Diese Qualifikationsebene ist hier stärker vertreten als in fast allen anderen Kreisen; alle drei übrigen Ebenen liegen darunter. Die Beschäftigung konzentriert sich also ungewöhnlich stark auf die Mitte.

Im Gesamtbild liegt der Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten unter dem typischen deutschen Kreis und auch unter dem bayerischen Niveau, der Anteil kaum berührbarer entsprechend darüber. Getragen wird das vom zweitgrößten Feld: Handwerks- und verwandte Berufe sind hier deutlich stärker besetzt als anderswo, und ihre eingeordnete Beschäftigung fällt vollständig in die Kategorie kaum berührbar. Der Gegenpol bei den Bürokräften ist zwar wie üblich scharf, das Feld aber unterdurchschnittlich groß.

Eine Einschränkung betrifft die Datenlage. Bei den Hilfsarbeitskräften trägt ein ungewöhnlich großer Teil der eingeordneten Beschäftigung keine sichere Stufe, und über den ganzen Kreis liegt der Anteil ohne eindeutige Stufe über Bundes- wie Landesniveau.

Der Befund ist damit klar in seiner Richtung, aber nicht in jedem Feld gleich gut abgesichert.

- Fachkräfteanteil gehört bundesweit zu den höchsten, alle anderen Ebenen darunter
- Handwerk stark besetzt und vollständig kaum berührbar; Bürokräfte unterdurchschnittlich groß
- Erhöhte Unsicherheit, besonders bei den Hilfsarbeitskräften

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.940 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.113 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.091 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (190 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Bayern.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 09777000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 12.663 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 21.213 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 52.570 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 22.987 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Ostallgäu. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/ostallgaeu
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
