# KI und Arbeit in Potsdam

In Potsdam arbeiten 89.340 Menschen. Fast jede dritte Tätigkeit gilt als deutlich von KI berührbar — und was in anderen Kreisen dagegenhält, Handwerk und Maschinenbedienung, ist hier so schwach vertreten wie fast nirgends.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/potsdam*

## Die Lage

- **89.340** Beschäftigte in Potsdam
- **27.250** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **20.779** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 20.779 |
| nicht oder gering betroffen | 8.421 |
| gering betroffen | 14.652 |
| gering oder deutlich betroffen | 9.390 |
| deutlich betroffen | 27.250 |
| Stufe ungewiss | 2.602 |
| keine Einstufung möglich | 1.065 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 21.805 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 20.379 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 12.698 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 11.822 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 6.283 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 4.163 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 3.467 Beschäftigte
- Führungskräfte: 3.045 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 499 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Potsdam weicht nach zwei Seiten zugleich vom Bundesüblichen ab. Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung liegt deutlich über dem typischen Kreis; der Anteil nicht berührbarer Tätigkeiten gehört zu den niedrigsten in Deutschland. Das sind nicht zwei Befunde, sondern derselbe von zwei Seiten.

Die Qualifikationsstruktur zeigt in dieselbe Richtung. Experten und Spezialisten sind hier deutlich häufiger als im typischen Kreis, klassische Fachkraft- und Helfertätigkeiten dagegen so selten wie in kaum einem anderen Kreis. Entsprechend wiegen die akademischen Berufe schwer, und dort gilt knapp die Hälfte der eingeordneten Tätigkeiten als deutlich berührbar. Bei den Bürokräften sind es sogar rund neun von zehn — der schärfste Feldwert des Kreises.

Was anderswo gegenhält, fehlt hier weitgehend: Handwerks- und Bedienerberufe, deren eingeordnete Beschäftigung vollständig auf nicht berührbaren Tätigkeiten liegt, gehören in Potsdam zu den schwächsten bundesweit. Auch die Hilfsarbeitskräfte sind ungewöhnlich selten.

Ein Vorbehalt bleibt: Ein größerer Teil der Beschäftigung als üblich trägt keine belastbare Stufe. Das schärfste Bild im Kreis, die Technikerberufe, bleibt zur Hälfte zwischen zwei Stufen offen.

- Deutlich berührbare Beschäftigung deutlich über, nicht berührbare unter fast allen Kreisen
- Experten- und Spezialistenanteile hoch, Fachkräfte- und Helferanteile bundesweit sehr niedrig
- Handwerks- und Bedienerberufe gehören zu den schwächsten Feldern bundesweit
- Ein überdurchschnittlicher Teil der Beschäftigung trägt keine belastbare Stufe

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (4.920 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (2.602 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.065 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (380 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Brandenburg.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 12054000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 27.250 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 20.779 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 89.340 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 40.881 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Potsdam. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/potsdam
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
