# KI und Arbeit in Prignitz

In der Prignitz arbeiten 26.240 Menschen. Der Anteil deutlich von KI berührbarer Tätigkeiten gehört zu den niedrigsten in Deutschland — allerdings ist hier auch mehr Beschäftigung als anderswo gar nicht eindeutig einzuordnen.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/prignitz*

## Die Lage

- **26.240** Beschäftigte in Prignitz
- **4.902** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **9.630** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 9.630 |
| nicht oder gering betroffen | 3.206 |
| gering betroffen | 3.295 |
| gering oder deutlich betroffen | 1.820 |
| deutlich betroffen | 4.902 |
| Stufe ungewiss | 445 |
| keine Einstufung möglich | 422 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 5.240 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 4.577 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 2.995 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 2.631 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 2.575 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 2.523 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 2.182 Beschäftigte
- Führungskräfte: 542 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 454 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der auffälligste Wert der Prignitz ist zugleich der, den man am vorsichtigsten lesen sollte. Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung gehört bundesweit zu den niedrigsten. Gleichzeitig lässt sich hier mehr Beschäftigung als in fast allen Kreisen nicht fein auflösen oder trägt keine belastbare Stufe. Der niedrige Wert ist also auch ein Ergebnis der gröberen Datenlage.

Wo die Einordnung greift, zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Die Dienstleistungsberufe und Verkäufer sind das zweitgrößte Feld und stärker besetzt als in fast allen Kreisen. Dort bleibt der größte Teil der eingeordneten Beschäftigung zwischen keiner und geringer Berührbarkeit offen; ein knappes Drittel gilt als deutlich berührbar. Bei den Handwerks- und verwandten Berufen liegt die eingeordnete Beschäftigung vollständig bei nicht berührbaren Tätigkeiten.

Den Gegenpol bilden wie fast überall die Bürokräfte — nur sind sie hier so schwach besetzt wie in kaum einem anderen Kreis und wiegen daher wenig.

Die Qualifikationsseite ist nach unten verschoben: Expertentätigkeiten sind seltener als im typischen Kreis, Fachkrafttätigkeiten häufiger. Insgesamt ein Kreis mit niedrigem Ausgangswert, aber breiterer Unsicherheitsspanne als die meisten.

- Deutlich berührbare Beschäftigung gehört zu den niedrigsten bundesweit
- Zugleich ist der Anteil nicht auflösbarer und nicht eindeutig eingestufter Beschäftigung hoch
- Dienstleistungsberufe sind bundesweit sehr stark, Bürokräfte sehr schwach besetzt
- Die Qualifikationsstruktur ist zu Fachkräften hin verschoben, Experten sind selten

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.850 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (445 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (422 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (660 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Brandenburg.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 12070000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 4.902 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 9.630 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 26.240 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 10.479 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Prignitz. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/prignitz
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
