# KI und Arbeit in Rhein-Neckar-Kreis

Im Rhein-Neckar-Kreis arbeiten 187.070 Menschen. Fast vier von zehn Tätigkeiten gelten als deutlich von KI berührbar — einer der höchsten Werte in Deutschland, und ein einziges Berufsfeld erklärt fast alles davon.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/rhein-neckar-kreis*

## Die Lage

- **187.070** Beschäftigte in Rhein-Neckar-Kreis
- **69.674** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **60.366** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 60.366 |
| nicht oder gering betroffen | 15.743 |
| gering betroffen | 18.509 |
| gering oder deutlich betroffen | 12.415 |
| deutlich betroffen | 69.674 |
| Stufe ungewiss | 3.397 |
| keine Einstufung möglich | 2.266 |

## Berufsfelder

- Akademische Berufe: 45.788 Beschäftigte
- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 34.806 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 25.329 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 21.532 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 17.914 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 17.081 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 13.768 Beschäftigte
- Führungskräfte: 5.089 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 1.064 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der Rhein-Neckar-Kreis ist der auffälligste Kreis dieses Vergleichs. Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung gehört bundesweit zu den höchsten und liegt weit über dem baden-württembergischen Vergleichswert.

Der Grund liegt in einem Feld, das hier alles andere überlagert. Die akademischen Berufe sind das größte Feld des Kreises und gehören bundesweit zu den am stärksten besetzten. Innerhalb dieses Feldes ist die Lage außergewöhnlich eindeutig: Fast neun von zehn eingeordneten Tätigkeiten gelten als deutlich berührbar, und dieses Bild stützt sich weitgehend auf direkt erhobene Zahlen.

Das zweitgrößte Feld, die Technikerberufe, liegt genau umgekehrt — dort spielt deutliche Berührbarkeit praktisch keine Rolle. Bei den Bürokräften gilt zwar der weit überwiegende Teil als deutlich berührbar, doch dieser sonst so markante Wert wirkt hier fast unauffällig.

Die Qualifikationsstruktur zeigt einen echten Extremwert: Spezialistentätigkeiten sind hier häufiger als in jedem anderen Kreis, während klassische Fachkrafttätigkeiten zu den seltensten gehören. Und was gegenhalten könnte — Handwerk, Maschinenbedienung, Hilfsarbeit — ist durchweg unterdurchschnittlich vertreten. Ein Kreis, dessen Profil sich fast vollständig aus einer Berufsgruppe speist.

- Deutlich berührbare Beschäftigung gehört zu den höchsten Werten bundesweit
- Akademische Berufe sind das größte Feld und bundesweit zu den stärksten besetzten
- Dort gelten fast neun von zehn eingeordneten Tätigkeiten als deutlich berührbar
- Der Spezialistenanteil ist der höchste aller Kreise, Fachkräfte gehören zu den seltensten

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (4.480 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (3.397 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (2.266 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (380 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Baden-Württemberg.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 08226000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 69.674 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 60.366 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 187.070 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 80.041 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Rhein-Neckar-Kreis. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/rhein-neckar-kreis
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
