# KI und Arbeit in Rosenheim

Im Landkreis Rosenheim arbeiten 88.910 Menschen. Der Kreis liegt in fast allen Kennzahlen nahe am typischen deutschen Kreis — die Spannung steckt nicht im Durchschnitt, sondern zwischen zwei fast gleich großen Berufsfeldern.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/rosenheim*

## Die Lage

- **88.910** Beschäftigte in Rosenheim
- **24.253** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **31.662** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 31.662 |
| nicht oder gering betroffen | 11.504 |
| gering betroffen | 10.437 |
| gering oder deutlich betroffen | 5.535 |
| deutlich betroffen | 24.253 |
| Stufe ungewiss | 1.672 |
| keine Einstufung möglich | 1.266 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 19.419 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 12.707 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 11.814 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 11.723 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 11.271 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 8.972 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 7.670 Beschäftigte
- Führungskräfte: 2.065 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 689 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Rosenheim ist auf den ersten Blick ein durchschnittlicher Kreis. Deutlich berührbare Beschäftigung liegt nur leicht über dem typischen Kreis, und alle vier Qualifikationsebenen bewegen sich nah an den bundesweit üblichen Werten. Wer nur auf die Gesamtzahlen schaut, sieht hier wenig.

Interessant wird es eine Ebene tiefer. Zwei annähernd gleich große Berufsfelder stehen sich mit vollkommen entgegengesetzten Lagen gegenüber: Bei den Bürokräften entfällt der weit überwiegende Teil der eingeordneten Beschäftigung auf deutlich berührbare Tätigkeiten, und eine andere Einstufung als „deutlich betroffen“ oder das offene Band zwischen gering und deutlich kommt dort überhaupt nicht vor. Im fast gleich schweren Feld der Handwerksberufe gilt die eingeordnete Beschäftigung umgekehrt vollständig als nicht berührbar.

Zwei geschlossene, gegenläufige Lagen von ähnlichem Gewicht — sie neutralisieren einander im Kreisdurchschnitt. Etwas erhöht ist allein der Anteil jener Beschäftigung, die zwischen zwei Stufen offenbleibt. Der unauffällige Gesamtwert Rosenheims ist also kein Zeichen einer gleichmäßigen Struktur, sondern das Ergebnis sich ausgleichender Gegensätze.

- Alle Gesamt- und Qualifikationswerte liegen nahe am typischen Kreis
- Bürokräfte und Handwerksberufe sind fast gleich groß und gegensätzlich eingeordnet
- Bei den Bürokräften kommt nur „deutlich betroffen“ und das offene Band vor
- Leicht erhöhter Anteil an Beschäftigung, die zwischen zwei Stufen offenbleibt

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (2.360 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.672 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.266 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (300 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Bayern.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 09187000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 24.253 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 31.662 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 88.910 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 40.600 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Rosenheim. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/rosenheim
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
