# KI und Arbeit in Saale-Orla-Kreis

Im Saale-Orla-Kreis arbeiten 26.420 Menschen. Beim Anteil der Tätigkeiten, die KI deutlich verändern könnte, gehört der Kreis zu den niedrigsten in ganz Deutschland — allerdings bleibt hier auch besonders viel Beschäftigung unentschieden.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/saale-orla-kreis*

## Die Lage

- **26.420** Beschäftigte in Saale-Orla-Kreis
- **4.727** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **10.508** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 10.508 |
| nicht oder gering betroffen | 3.198 |
| gering betroffen | 2.192 |
| gering oder deutlich betroffen | 1.460 |
| deutlich betroffen | 4.727 |
| Stufe ungewiss | 857 |
| keine Einstufung möglich | 599 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 4.469 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 4.035 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 3.456 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 3.174 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 2.953 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 2.476 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 2.179 Beschäftigte
- Führungskräfte: 562 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 235 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der Saale-Orla-Kreis steht am unteren Rand der bundesweiten Verteilung. Der Grund liegt in der Struktur: Genau jene Felder, die anderswo den Betroffenheitswert nach oben ziehen, fehlen hier weitgehend. Bürokräfte und akademische Berufe gehören beide zu den bundesweit am schwächsten besetzten, ebenso das technische Feld; Expertentätigkeiten sind so selten wie in kaum einem anderen Kreis.

Was stattdessen trägt, sind Felder mit klar niedriger Einordnung. Die Handwerksberufe bilden das zweitgrößte Feld, und ihre eingeordnete Beschäftigung gilt vollständig als nicht berührbar. Die Anlagen- und Maschinenbedienung ist deutlich stärker besetzt als im typischen Kreis; dort verteilt sich die eingeordnete Beschäftigung ausschließlich auf nicht berührbare Tätigkeiten und das offene Band zwischen nicht und gering.

Zugleich bleibt hier viel unentschieden: Auf Beschäftigung ohne eindeutige Stufe oder ohne feine Auflösbarkeit entfällt deutlich mehr als im typischen Kreis. Wo die Einordnung greift, ist sie dagegen scharf — bei den Bürokräften etwa entfallen mehr als vier Fünftel der eingeordneten Beschäftigung auf deutlich berührbare Tätigkeiten, nur betrifft dieses Feld hier eben besonders wenig Beschäftigung.

- Deutlich berührbare Beschäftigung gehört bundesweit zu den niedrigsten
- Büro-, Akademiker- und Technikerfeld sind bundesweit besonders schwach besetzt
- Handwerk und Maschinenbedienung tragen das Bild und sind durchweg kaum berührbar
- Hoher Anteil unentschiedener Beschäftigung schränkt die Aussage ein

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (2.660 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (857 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (599 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (200 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Thüringen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 16075000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 4.727 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 10.508 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 26.420 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 9.329 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Saale-Orla-Kreis. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/saale-orla-kreis
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
