# KI und Arbeit in Saalfeld-Rudolstadt

In Saalfeld-Rudolstadt arbeiten 33.070 Menschen. Im Bundesvergleich fällt der Kreis mit einem auffällig niedrigen Anteil deutlich berührbarer Tätigkeiten auf — innerhalb Thüringens dagegen ist er damit vollkommen typisch.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/saalfeld-rudolstadt*

## Die Lage

- **33.070** Beschäftigte in Saalfeld-Rudolstadt
- **6.612** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **11.648** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 11.648 |
| nicht oder gering betroffen | 3.862 |
| gering betroffen | 3.214 |
| gering oder deutlich betroffen | 2.050 |
| deutlich betroffen | 6.612 |
| Stufe ungewiss | 1.817 |
| keine Einstufung möglich | 806 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 6.864 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 4.894 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 4.619 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 3.662 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 3.138 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 2.974 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 2.846 Beschäftigte
- Führungskräfte: 766 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 248 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Saalfeld-Rudolstadt liegt beim Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung weit unter dem typischen deutschen Kreis, trifft den Thüringer Vergleichswert dabei aber fast auf die Kommastelle. Der Kreis ist also bundesweit auffällig und im eigenen Land unauffällig — beides zugleich.

Die Einordnung steht hier allerdings auf schmalerem Grund als in den meisten Kreisen. Auf Beschäftigung ohne eindeutige Stufe oder ohne feine Auflösbarkeit entfällt weit mehr als üblich. Auch dieser Wert entspricht ziemlich genau dem Thüringer Vergleichswert. Konkret wird die Unschärfe im größten Feld: Bei den technischen und gleichrangigen nichttechnischen Berufen ist fast ein Drittel der eingeordneten Beschäftigung als „Stufe ungewiss“ geführt, als deutlich berührbar dagegen nur ein Bruchteil.

Das zweitgrößte Feld, die Dienstleistungsberufe und Verkäufer, liegt gegensätzlich — dort entfallen zwei Fünftel der eingeordneten Beschäftigung auf deutlich berührbare Tätigkeiten. Strukturell fällt außerdem auf, dass die Bürokräfte hier nur ein sehr kleines Feld bilden, während klassische Fachkrafttätigkeiten überdurchschnittlich häufig sind. Der niedrige Gesamtwert ist damit weniger ein regionaler Sonderfall als das gemeinsame Muster der Thüringer Kreise.

- Deutlich berührbare Beschäftigung weit unter dem typischen Kreis, aber genau auf Thüringer Niveau
- Hoher Anteil nicht eindeutig einordenbarer Beschäftigung, ebenfalls landestypisch
- Im größten Feld ist fast ein Drittel als „Stufe ungewiss“ geführt
- Bürokräftefeld gehört bundesweit zu den kleinsten, Fachkräfte überdurchschnittlich häufig

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (3.060 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.817 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (806 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (60 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Thüringen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 16073000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 6.612 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 11.648 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 33.070 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 12.191 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Saalfeld-Rudolstadt. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/saalfeld-rudolstadt
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
