# KI und Arbeit in Schleswig-Flensburg

In Schleswig-Flensburg arbeiten 63.610 Menschen. Anders als fast überall sonst stellen hier Dienstleistungsberufe und Verkäufer das größte Berufsfeld — und dieses Feld ist bei der Einordnung selbst zweigeteilt.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/schleswig-flensburg*

## Die Lage

- **63.610** Beschäftigte in Schleswig-Flensburg
- **14.968** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **25.378** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 25.378 |
| nicht oder gering betroffen | 8.165 |
| gering betroffen | 5.882 |
| gering oder deutlich betroffen | 4.168 |
| deutlich betroffen | 14.968 |
| Stufe ungewiss | 1.159 |
| keine Einstufung möglich | 291 |

## Berufsfelder

- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 11.860 Beschäftigte
- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 11.038 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 7.603 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 7.523 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 7.231 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 6.989 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 5.497 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.220 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 1.048 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Schleswig-Flensburg gehört zu den wenigen Kreisen, in denen die Dienstleistungsberufe und Verkäufer das größte Berufsfeld stellen; bundesweit ist dieses Feld hier eines der am stärksten besetzten. Seine Einordnung ist allerdings nicht eindeutig: Gut zwei Fünftel der dort eingeordneten Beschäftigung gelten als deutlich berührbar, ein gutes Drittel bleibt zwischen nicht und gering offen.

Dazu passt eine Qualifikationsstruktur, die sich am unteren Ende verdichtet. Helfertätigkeiten sind hier weit häufiger als im typischen Kreis, Spezialisten und Experten deutlich seltener. Auch das Feld der Hilfsarbeitskräfte ist überdurchschnittlich besetzt; von der dort eingeordneten Beschäftigung gilt der ganz überwiegende Teil als nicht berührbar. Das technische Feld, anderswo meist das größte, gehört hier zu den bundesweit schwächsten.

Über den Kreis insgesamt liegt der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung unter dem typischen Kreis. Auch gering berührbare Tätigkeiten sind selten — das Gewicht verschiebt sich stattdessen auf nicht berührbare Beschäftigung und auf die offenen Bänder. Schleswig-Flensburg ist damit ein Kreis, dessen größtes Feld gerade nicht eindeutig einzuordnen ist.

- Dienstleistungsberufe sind größtes Feld und gehören bundesweit zu den am stärksten besetzten
- Dieses Feld ist bei der Einordnung selbst zweigeteilt
- Helfertätigkeiten weit häufiger als im typischen Kreis, Technikerfeld bundesweit schwach
- Deutlich und gering berührbare Beschäftigung liegen beide unter dem typischen Kreis

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (3.300 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.159 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (291 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (390 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Schleswig-Holstein.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 01059000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 14.968 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 25.378 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 63.610 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 27.959 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Schleswig-Flensburg. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/schleswig-flensburg
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
