# KI und Arbeit in Schwerin

In Schwerin arbeiten 51.520 Menschen. Was den Kreis prägt, ist weniger ein hoher Betroffenheitswert als das Fehlen dessen, was anderswo dagegenhält — bei zugleich ungewöhnlich unsicherer Datenlage.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/schwerin*

## Die Lage

- **51.520** Beschäftigte in Schwerin
- **13.908** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **13.403** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 13.403 |
| nicht oder gering betroffen | 6.081 |
| gering betroffen | 4.569 |
| gering oder deutlich betroffen | 5.072 |
| deutlich betroffen | 13.908 |
| Stufe ungewiss | 3.049 |
| keine Einstufung möglich | 507 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 12.489 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 8.532 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 7.634 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 6.461 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 3.557 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 3.444 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 2.917 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.421 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 136 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Schwerin ist ein Bürostandort, und das zeigt sich vor allem daran, was hier fehlt. Die Handwerksberufe, die anderswo einen großen Block kaum berührbarer Tätigkeiten stellen, sind ungewöhnlich schwach besetzt, ebenso die Hilfsarbeitskräfte und die Anlagenbediener. Alle drei gehören zu den niedrigsten Werten bundesweit.

Stark besetzt sind stattdessen die Techniker und gleichrangigen Berufe, die Dienstleistungsberufe und die Akademischen Berufe. Bei den Bürokräften entfallen fast neun Zehntel der eingeordneten Beschäftigung auf deutlich berührbare Tätigkeiten. Dazu passt die Qualifikationsstruktur: Experten und Spezialisten sind häufig, Helfertätigkeiten so selten wie in kaum einem anderen Kreis. So kommt es, dass der Anteil kaum berührbarer Beschäftigung hier zu den niedrigsten in Deutschland zählt.

Doch dieser Befund steht auf schmalerem Grund als üblich. Ein großer Teil der Beschäftigung trägt keine eindeutige Stufe oder lässt sich nicht fein auflösen, und gerade im größten Feld, den Technikern, bleibt ein Viertel der eingeordneten Beschäftigung in der Stufe ungewiss.

Das Bild ist also klar in seiner Richtung, aber gröber abgestützt als in vielen anderen Kreisen. Der Gesamtwert deutlich berührbarer Beschäftigung sollte hier entsprechend zurückhaltend gelesen werden.

- Handwerk, Hilfsarbeitskräfte und Anlagenbediener gehören zu den schwächsten bundesweit
- Anteil kaum berührbarer Beschäftigung zählt zu den niedrigsten in Deutschland
- Ungewöhnlich viel Beschäftigung ohne eindeutige Stufe, im größten Feld ein Viertel in der Stufe ungewiss

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (4.320 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (3.049 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (507 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (770 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Mecklenburg-Vorpommern.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 13004000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 13.908 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 13.403 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 51.520 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 18.841 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Schwerin. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/schwerin
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
