# KI und Arbeit in Sömmerda

In Sömmerda arbeiten 21.680 Menschen. Der Kreis weist einen der niedrigsten Anteile deutlich berührbarer Tätigkeiten auf — bei einer Datenlage, die diesen Befund nur eingeschränkt trägt.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/soemmerda*

## Die Lage

- **21.680** Beschäftigte in Sömmerda
- **4.298** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **7.360** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 7.360 |
| nicht oder gering betroffen | 2.427 |
| gering betroffen | 2.009 |
| gering oder deutlich betroffen | 1.140 |
| deutlich betroffen | 4.298 |
| Stufe ungewiss | 798 |
| keine Einstufung möglich | 687 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 3.627 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 3.503 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 3.246 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 2.266 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 2.154 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 1.763 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 1.624 Beschäftigte
- Führungskräfte: 415 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 121 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Bei Sömmerda muss man mit der Datenlage anfangen, weil sie alles Weitere begrenzt. Ein ungewöhnlich großer Teil der Beschäftigung trägt keine eindeutige Stufe oder lässt sich nicht fein auflösen — das gehört bundesweit zu den höchsten Werten. Im größten Feld, den Technikern, bleibt sogar ein Viertel der eingeordneten Beschäftigung in der Stufe ungewiss. Innerhalb Thüringens ist das allerdings der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Unter diesem Vorbehalt zeigt sich ein Kreis mit einem sehr niedrigen Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung — bundesweit einer der niedrigsten, im Land aber genau typisch.

Die Struktur dahinter ist eindeutig. Die Akademischen Berufe sind so schwach besetzt wie in kaum einem anderen Kreis, die Bürokräfte ebenfalls. Beides sind Felder, in denen sich deutliche Berührbarkeit sonst konzentriert. Stark besetzt sind dagegen die Handwerksberufe, deren eingeordnete Beschäftigung vollständig als nicht berührbar gilt, und die Anlagenbediener. Die Qualifikationsstruktur passt dazu: viele Fachkraft- und Helfertätigkeiten, sehr wenig Experten und Spezialisten.

Die Richtung des Bildes ist also klar. Wie weit der niedrige Gesamtwert trägt, lässt sich hier aber weniger genau sagen als in den meisten Kreisen.

- Anteil ohne eindeutige Stufe oder nicht fein auflösbar gehört bundesweit zu den höchsten
- Akademische Berufe und Bürokräfte gehören zu den am schwächsten besetzten Feldern bundesweit
- Experten- und Spezialistenanteile sehr niedrig, Fachkraftanteil deutlich erhöht

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (2.360 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (798 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (687 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (520 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Thüringen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 16068000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 4.298 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 7.360 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 21.680 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 7.729 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Sömmerda. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/soemmerda
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
