# KI und Arbeit in Solingen

In Solingen arbeiten 51.550 Menschen. Der Kreis verbindet zwei Merkmale, die selten zusammenfallen: einen der höchsten Anteile an Helfertätigkeiten und zugleich überdurchschnittlich viel deutlich berührbare Beschäftigung.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/solingen*

## Die Lage

- **51.550** Beschäftigte in Solingen
- **14.665** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **18.975** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 18.975 |
| nicht oder gering betroffen | 6.083 |
| gering betroffen | 6.101 |
| gering oder deutlich betroffen | 3.080 |
| deutlich betroffen | 14.665 |
| Stufe ungewiss | 719 |
| keine Einstufung möglich | 596 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 10.810 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 7.611 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 7.028 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 6.907 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 6.757 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 6.160 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 3.552 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.181 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 214 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Solingen ist eine ungewöhnliche Kombination. Der Anteil an Helfertätigkeiten gehört zu den höchsten bundesweit — normalerweise ein Muster, das mit niedriger Berührbarkeit einhergeht. Hier ist es umgekehrt: Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung liegt über dem typischen Kreis.

Der Grund liegt in der Feldstruktur. Die Bürokräfte tragen den höchsten Feldwert des Kreises: Fast neun Zehntel ihrer eingeordneten Beschäftigung gelten als deutlich berührbar. Und die Dienstleistungsberufe und Verkäufer, das zweitgrößte Feld und überdurchschnittlich besetzt, verteilen sich fast gleichmäßig auf deutlich berührbare Tätigkeiten und die zwischen nicht und gering offene Kategorie.

Was dagegenhält, sind die Hilfsarbeitskräfte, ebenfalls überdurchschnittlich besetzt und fast durchgängig nicht berührbar eingeordnet, sowie das Handwerk. Beides erklärt, warum der Anteil kaum berührbarer Beschäftigung trotz allem in mittlerer Lage bleibt.

Bemerkenswert ist, wie belastbar das Bild hier ist. Der Anteil an Beschäftigung ohne eindeutige Stufe gehört zu den niedrigen in Deutschland. Solingen zeigt damit, dass ein hoher Helferanteil und erhöhte Berührbarkeit sich nicht ausschließen — sie können in unterschiedlichen Feldern desselben Kreises entstehen.

- Helferanteil gehört bundesweit zu den höchsten
- Bürokräfte mit dem höchsten Feldwert deutlich berührbarer Tätigkeiten, Dienstleistungsberufe stark besetzt
- Anteil ohne eindeutige Stufe gehört zu den niedrigen — belastbare Einordnung

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.470 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (719 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (596 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (10 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Nordrhein-Westfalen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 05122000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 14.665 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 18.975 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 51.550 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 24.420 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Solingen. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/solingen
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
