# KI und Arbeit in Traunstein

In Traunstein arbeiten 73.820 Menschen. Der Kreis insgesamt liegt so nah am typischen deutschen Kreis, wie es kaum genauer geht — auffällig ist erst, wie weit seine Berufsfelder auseinanderliegen.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/traunstein*

## Die Lage

- **73.820** Beschäftigte in Traunstein
- **18.890** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **26.930** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 26.930 |
| nicht oder gering betroffen | 9.243 |
| gering betroffen | 7.761 |
| gering oder deutlich betroffen | 5.294 |
| deutlich betroffen | 18.890 |
| Stufe ungewiss | 1.867 |
| keine Einstufung möglich | 1.516 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 16.062 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 11.339 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 10.064 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 9.135 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 8.926 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 7.198 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 6.547 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.697 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 532 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Traunstein ist der seltene Fall eines Kreises ohne Ausschlag. Deutlich berührbare, gering berührbare und nicht berührbare Tätigkeiten liegen jeweils praktisch auf dem Niveau des typischen Kreises, ebenso die Qualifikationsebenen der Spezialisten und Experten. Wer nur auf den Gesamtwert schaut, findet hier nichts.

Der Befund liegt eine Ebene tiefer. Zwei ähnlich große Felder stehen sich gegenüber. Im Handwerk ist die eingeordnete Beschäftigung ausnahmslos als nicht berührbar ausgewiesen, bei den Bürokräften umgekehrt zu vier Fünfteln als deutlich berührbar. Der kleine Rest bleibt zwischen zwei Stufen offen. Zwei Arbeitswelten mit ähnlichem Gewicht und entgegengesetzter Lage.

Ein Vorbehalt gehört dazu. Im Feld der akademischen Berufe trägt fast ein Viertel der eingeordneten Beschäftigung keine gesicherte Stufe — für dieses Feld sagen die Daten weniger aus als für die übrigen.

Das unauffällige Gesamtbild ist also kein Zeichen von Gleichförmigkeit. Es ist das Ergebnis zweier gegenläufiger Schwerpunkte, die sich fast genau aufheben.

- Gesamtbild liegt in mehreren Kennzahlen sehr nah am typischen Kreis
- Handwerk und Bürokräfte sind ähnlich groß und kategorial entgegengesetzt
- Im Feld der akademischen Berufe trägt fast ein Viertel keine gesicherte Stufe

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (2.020 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.867 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.516 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (390 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Bayern.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 09189000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 18.890 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 26.930 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 73.820 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 33.960 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Traunstein. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/traunstein
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
