# KI und Arbeit in Tübingen

In Tübingen arbeiten 97.590 Menschen. Fast jede fünfte Beschäftigung entfällt auf Expertentätigkeiten — ein Wert, der weit über dem typischen Kreis liegt und die gesamte Struktur des Kreises prägt.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/tuebingen*

## Die Lage

- **97.590** Beschäftigte in Tübingen
- **26.547** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **30.903** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 30.903 |
| nicht oder gering betroffen | 8.367 |
| gering betroffen | 17.498 |
| gering oder deutlich betroffen | 8.310 |
| deutlich betroffen | 26.547 |
| Stufe ungewiss | 1.468 |
| keine Einstufung möglich | 1.116 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 24.525 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 22.142 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 13.021 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 10.149 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 8.428 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 7.293 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 5.770 Beschäftigte
- Führungskräfte: 2.425 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 458 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Tübingen weicht in der Qualifikationsstruktur weiter vom Bundesbild ab als fast jeder andere Kreis in diesem Vergleich. Experten- und Spezialistentätigkeiten sind deutlich häufiger als üblich, klassische Fachkraft- und Helfertätigkeiten deutlich seltener. Entsprechend groß sind die Felder der Techniker und der akademischen Berufe, beide weit über dem typischen Kreis.

Diese beiden großen Felder sind kategorial jedoch gegensätzlich eingeordnet. Bei den Technikern liegt das Gewicht auf geringer Berührbarkeit und auf einer Kategorie, die zwischen zwei Stufen offen bleibt. Bei den akademischen Berufen gilt gut vier von zehn als deutlich berührbar, bei den Bürokräften die große Mehrheit.

Was anderswo dagegenhält, ist hier schwach: Handwerk, Hilfsarbeitskräfte und Maschinenbedienung gehören zu den am schwächsten besetzten Feldern.

Die eigentliche Besonderheit liegt in der Mitte. Der Anteil gering berührbarer Tätigkeiten ist der höchste im gesamten Vergleichsfeld. Tübingen ist damit weniger ein Kreis der Extreme als einer, in dem sich ungewöhnlich viel Beschäftigung im mittleren Bereich der Skala sammelt.

- Experten- und Spezialistenanteil deutlich über dem typischen Kreis, Fachkräfte und Helfer deutlich darunter
- Techniker und akademische Berufe sind beide groß, aber entgegengesetzt eingeordnet
- Der Anteil gering berührbarer Tätigkeiten ist der höchste im Vergleichsfeld

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (3.040 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.468 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.116 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (440 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Baden-Württemberg.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 08416000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 26.547 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 30.903 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 97.590 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 51.521 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Tübingen. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/tuebingen
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
