# KI und Arbeit in Tuttlingen

In Tuttlingen arbeiten 68.580 Menschen. Fast ein Viertel der Beschäftigung entfällt auf handwerkliche Berufe — bundesweit einer der höchsten Werte —, und dort gilt die gesamte eingeordnete Beschäftigung als von KI nicht berührbar.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/tuttlingen*

## Die Lage

- **68.580** Beschäftigte in Tuttlingen
- **16.862** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **29.725** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 29.725 |
| nicht oder gering betroffen | 5.966 |
| gering betroffen | 7.014 |
| gering oder deutlich betroffen | 4.551 |
| deutlich betroffen | 16.862 |
| Stufe ungewiss | 958 |
| keine Einstufung möglich | 1.974 |

## Berufsfelder

- Handwerks- und verwandte Berufe: 15.892 Beschäftigte
- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 13.254 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 8.991 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 8.330 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 7.124 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 6.261 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 5.491 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.574 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 133 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Ein Feld dominiert Tuttlingen. Die handwerklichen Berufe stellen fast ein Viertel der Kreisbeschäftigung und gehören damit bundesweit zu den am stärksten besetzten Handwerksfeldern überhaupt. Ihre eingeordnete Beschäftigung ist durchgängig als nicht berührbar ausgewiesen.

Auf der Gegenseite fehlt, was anderswo Gewicht hat: Die Dienstleistungsberufe und Verkäufer gehören hier zu den schwächsten Feldern bundesweit. Wo Berührbarkeit konzentriert auftritt, ist es das Bürokräftefeld, in dem die große Mehrheit der eingeordneten Beschäftigung als deutlich berührbar gilt — bei nur durchschnittlicher Feldgröße.

Bemerkenswert ist, wie scharf die Einordnung hier ausfällt. Der Anteil der Beschäftigung, der zwischen zwei Stufen offen bleibt, gehört bundesweit zu den niedrigsten. Die Aussagen tragen in Tuttlingen also weiter als in vielen anderen Kreisen.

So ergibt sich ein klares Bild: ein weit überdurchschnittlicher Anteil nicht berührbarer Tätigkeiten, ein Gesamtwert für deutliche Berührbarkeit nahe am typischen Kreis — und wenig Unschärfe dazwischen.

- Handwerk stellt fast ein Viertel der Beschäftigung und gilt vollständig als nicht berührbar
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer gehören bundesweit zu den schwächsten Feldern
- Der Anteil zwischen zwei Stufen offen gehört zu den niedrigsten – die Einordnung trägt weit

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.330 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (958 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (1.974 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (230 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Baden-Württemberg.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 08327000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 16.862 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 29.725 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 68.580 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 34.750 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Tuttlingen. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/tuttlingen
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
