# KI und Arbeit in Weimar

In Weimar arbeiten 25.740 Menschen — und jeder Fünfte gehört zur Expertenebene, so viele wie in kaum einem anderen Kreis. Was das für KI bedeutet, lässt sich hier allerdings nur eingeschränkt sagen.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/weimar*

## Die Lage

- **25.740** Beschäftigte in Weimar
- **6.306** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **7.679** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 7.679 |
| nicht oder gering betroffen | 2.869 |
| gering betroffen | 3.567 |
| gering oder deutlich betroffen | 1.760 |
| deutlich betroffen | 6.306 |
| Stufe ungewiss | 1.430 |
| keine Einstufung möglich | 401 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 5.986 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 5.191 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 4.019 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 2.782 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 1.945 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 1.858 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 1.065 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.005 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 160 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Weimars auffälligstes Merkmal ist nicht ein Betroffenheitswert, sondern die Qualifikationsstruktur. Der Expertenanteil gehört bundesweit zu den höchsten, die klassische Fachkraftebene dagegen ist so dünn wie in kaum einem anderen Kreis. Die Beschäftigung ist deutlich nach oben verschoben.

Das Feldbild bestätigt das: Die akademischen Berufe stellen das zweitgrößte Feld und sind weit stärker besetzt als üblich, während Handwerk und Maschinenbedienung ungewöhnlich schwach ausfallen — letztere gehören bundesweit zu den niedrigsten. Auch der Anteil kaum berührbarer Beschäftigung liegt entsprechend deutlich unter dem typischen Kreis.

Die klarste Einzellage findet sich bei den Bürokräften, wo fast die gesamte eingeordnete Beschäftigung als deutlich berührbar gilt. Nur ist gerade dieses Feld hier ungewöhnlich klein.

Entscheidend für die Lesart ist aber etwas anderes: Ein erheblicher Teil der Beschäftigung trägt keine eindeutige Stufe oder lässt sich nicht fein auflösen — deutlich mehr als im typischen Kreis. Im größten Feld, den Technikern, ist fast ein Viertel der eingeordneten Beschäftigung als „Stufe ungewiss“ ausgewiesen. Weimars Struktur ist damit klar erkennbar, die Betroffenheitswerte selbst bleiben unscharf.

- Expertenanteil deutlich über dem typischen Kreis (P95), Fachkraftebene deutlich darunter (P8)
- Akademische Berufe stark besetzt (P92), Handwerk und Maschinenbedienung ungewöhnlich schwach (P7 bzw. P1)
- Bürokräfte fast vollständig deutlich betroffen, aber ungewöhnlich kleines Feld (P10)
- Hoher Anteil ohne eindeutige Stufe (P92), im größten Feld fast ein Viertel „Stufe ungewiss“

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.680 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.430 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (401 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (160 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Thüringen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 16055000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 6.306 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 7.679 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 25.740 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 10.071 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Weimar. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/weimar
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
