# KI und Arbeit in Werra-Meißner-Kreis

Im Werra-Meißner-Kreis arbeiten 28.610 Menschen. Der Kreis fällt vor allem gegenüber dem eigenen Bundesland auf: Deutlich von KI berührbare Tätigkeiten sind hier spürbar seltener als im hessischen Durchschnitt.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/werra-meissner-kreis*

## Die Lage

- **28.610** Beschäftigte in Werra-Meißner-Kreis
- **6.406** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **10.449** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 10.449 |
| nicht oder gering betroffen | 3.778 |
| gering betroffen | 3.667 |
| gering oder deutlich betroffen | 1.991 |
| deutlich betroffen | 6.406 |
| Stufe ungewiss | 443 |
| keine Einstufung möglich | 227 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 6.296 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 5.020 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 3.656 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 3.182 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 3.171 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 2.844 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 2.013 Beschäftigte
- Führungskräfte: 439 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 339 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der Werra-Meißner-Kreis ist ein Fall, in dem der Vergleich mit dem eigenen Land mehr sagt als der mit dem Bund. Der Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung liegt unter dem typischen deutschen Kreis — der Abstand zum hessischen Landesbild ist aber noch größer.

Strukturell prägend ist ein ungewöhnlich großes Dienstleistungs- und Verkaufsfeld, das bundesweit zu den am stärksten besetzten gehört. Innerhalb dieses Feldes verteilt sich die eingeordnete Beschäftigung allerdings breit: Ein Teil gilt als deutlich berührbar, ein fast ebenso großer bleibt zwischen nicht und gering berührbar offen. Bei den akademischen Berufen dominiert dieselbe offene Kategorie sogar mit zwei Dritteln. Diese Unschärfe zieht sich damit durch die größeren Felder.

Schärfer gezeichnet sind die kleineren Ränder: Bei den Hilfsarbeitskräften ist die eingeordnete Beschäftigung fast durchgehend nicht berührbar, bei den Bürokräften fast durchgehend deutlich. Nur ist gerade das Bürokräftefeld hier deutlich kleiner als üblich — der Gegenpol wiegt entsprechend leicht.

Als Randbefund fällt auf, dass Führungskräfte hier zu den seltensten bundesweit gehören. Der Kreis ist damit strukturell breit angelegt, aber in seinen Einzellagen nur an den Rändern klar zu lesen.

- Deutlich betroffene Beschäftigung unter dem typischen Kreis, Abstand zum Landeswert größer als zum Bund
- Dienstleistungs- und Verkaufsfeld gehört bundesweit zu den stärksten besetzten (P94), Einordnung darin breit gestreut
- Bei den akademischen Berufen dominiert die offene Kategorie „nicht oder gering betroffen“ mit zwei Dritteln
- Führungskräfte gehören bundesweit zu den seltensten (P1)

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (1.200 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (443 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (227 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (490 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Hessen.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 06636000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 6.406 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 10.449 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 28.610 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 11.660 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Werra-Meißner-Kreis. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/werra-meissner-kreis
```

Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
