# KI und Arbeit in Westerwaldkreis

Im Westerwaldkreis arbeiten 72.530 Menschen. Der Gesamtwert wirkt unauffällig — dahinter steht aber eine Beschäftigung, die sich ungewöhnlich stark auf die klaren Ränder der Skala verteilt statt auf die Zwischentöne.

*Kanonische Fassung dieser Seite: https://veniora.de/kreis/westerwaldkreis*

## Die Lage

- **72.530** Beschäftigte in Westerwaldkreis
- **18.533** in deutlich von KI betroffenen Tätigkeiten
- **29.311** in nicht von KI betroffenen Tätigkeiten

## Wie sich die Beschäftigung verteilt

| Kategorie | Beschäftigte |
| --- | ---: |
| nicht betroffen | 29.311 |
| nicht oder gering betroffen | 7.017 |
| gering betroffen | 6.488 |
| gering oder deutlich betroffen | 4.660 |
| deutlich betroffen | 18.533 |
| Stufe ungewiss | 1.247 |
| keine Einstufung möglich | 983 |

## Berufsfelder

- Techniker und gleichrangige nichttechnische Berufe: 12.726 Beschäftigte
- Handwerks- und verwandte Berufe: 11.228 Beschäftigte
- Bürokräfte und verwandte Berufe: 9.959 Beschäftigte
- Hilfsarbeitskräfte: 9.412 Beschäftigte
- Dienstleistungsberufe und Verkäufer: 9.131 Beschäftigte
- Akademische Berufe: 7.026 Beschäftigte
- Bediener von Anlagen und Maschinen und Montageberufe: 6.795 Beschäftigte
- Führungskräfte: 1.763 Beschäftigte
- Fachkräfte in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei: 200 Beschäftigte

## Was daran bemerkenswert ist

Der Westerwaldkreis liegt beim Anteil deutlich berührbarer Beschäftigung fast genau beim typischen deutschen Kreis. Der Gesamtwert selbst ist also unauffällig; die Verteilung dahinter ist es weniger.

Drei große Felder ziehen in gegenläufige Richtungen. Die Handwerks- und verwandten Berufe, hier stärker besetzt als üblich, gelten praktisch vollständig als nicht berührbar; bei den Hilfsarbeitskräften, ebenfalls deutlich überdurchschnittlich stark, ist das Bild fast ebenso einheitlich. Bei den Bürokräften dagegen entfällt der weit überwiegende Teil auf deutlich berührbare Tätigkeiten, im Dienstleistungs- und Verkaufsfeld knapp die Hälfte.

Das Besondere ist, was dazwischen fehlt. Gering berührbare Beschäftigung ist hier deutlich seltener als im typischen Kreis, und auch die Kategorien, die zwei Stufen offenlassen, sind schwächer besetzt. Die Beschäftigung sitzt also stärker an den eindeutigen Enden als anderswo.

Zu berücksichtigen bleibt ein überdurchschnittlicher Anteil, der keine eindeutige Stufe trägt oder sich nicht fein auflösen lässt. Der Westerwaldkreis ist damit kein Kreis der Mitte, sondern einer, dessen mittlerer Gesamtwert aus zwei klar getrennten Blöcken entsteht.

- Deutlich betroffene Beschäftigung nahe am typischen Kreis (P48)
- Handwerk und Hilfsarbeitskräfte überdurchschnittlich stark und nahezu vollständig nicht betroffen
- Gering betroffene Beschäftigung deutlich unter dem typischen Kreis (P9), Bandkategorien ebenfalls deutlich darunter (P12)
- Überdurchschnittlicher Anteil ohne eindeutige Stufe (P80)

## Wo diese Aussage endet

- **nicht fein auflösbar** (4.470 Beschäftigte): Für diese Beschäftigten weist die Kreisstatistik nur eine übergeordnete Berufsgruppe aus. Sie zählen zur Gesamtzahl, tragen aber keine eigene Einstufung.
- **Stufe ungewiss** (1.247 Beschäftigte): Der Beruf ist bekannt, die Einstufung der ILO aber nicht eindeutig auf ihn zu beziehen. Die Zahl steht dort, wo sie hingehört — geraten wird nichts.
- **keine Einstufung möglich** (983 Beschäftigte): Für diese Berufe liegt keine ILO-Einstufung vor. Sie bleiben ohne Kategorie, statt einer benachbarten zugeschlagen zu werden.
- **ohne Berufsangabe** (20 Beschäftigte): Beschäftigte, für die die BA-Meldung keinen Beruf ausweist. Sie zählen zur Gesamtzahl, können aber keiner Tätigkeit zugeordnet werden.
- **Berührbarkeit ist nicht Einführung**: Gemessen wird, welcher Anteil der Tätigkeiten eines Berufs durch generative KI technisch ausführbar wäre — nicht, was Betriebe tatsächlich einsetzen, und nicht, was daraus für Arbeitsplätze folgt.

## Provenienz

- **Beschäftigung**: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, „Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort", Stichtag Januar 2026. Werte auf Zehner gerundet.
- **KI-Einstufung**: International Labour Organization, Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140), 2025. Lizenz CC BY 4.0.
- **Verbindung und regionale Berechnung**: Veniora — KldB 2010 (Fassung 2020) → ISCO-08, regionale Kaskade über die Landesreihe Rheinland-Pfalz.
- **Redaktionelle Einordnung**: Veniora
- **Datenstand**: 2026-q1, Methodik v1.1
- **Amtlicher Gemeindeschlüssel**: 07143000

> Die Bundesagentur für Arbeit trifft keine Aussage darüber, wie stark KI einen Beruf verändert. Die Einstufung stammt aus der ILO-Studie, die Verbindung zur regionalen Beschäftigung von Veniora.

### Diese Angaben stammen aus eigener Berechnung

- Beschäftigte in deutlich von KI berührten Tätigkeiten: 18.533 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte in nicht von KI berührten Tätigkeiten: 29.311 — Veniora: Verbindung der BA-Berufsstruktur mit der ILO-Einstufung
- Beschäftigte insgesamt: 72.530 — Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Stichtag Januar 2026
- davon regional abgeleitet statt direkt ausgewiesen: 30.350 — Veniora: regionale Kaskade auf Basis der eigenen Landesreihe

### Quellen

- [Beschäftigte nach Berufen am Arbeitsort](https://statistik.arbeitsagentur.de/) — Statistik der Bundesagentur für Arbeit
- [Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure (ILO Working Paper 140)](https://www.ilo.org/publications/generative-ai-and-jobs-refined-global-index-occupational-exposure) (2025) — International Labour Organization

### Diese Seite zitieren

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Veniora (2026): KI und Arbeit in Westerwaldkreis. Regionale Analyse auf Basis der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Stichtag Januar 2026) und ILO Working Paper 140 (2025). Datenstand 2026-q1, Methodik v1.1. https://veniora.de/kreis/westerwaldkreis
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Methodik: https://veniora.de/methodik · Datensatz: https://veniora.de/datensatz
